Neujahrskonzert in Hamminkeln wird neue Tradition mit Musiklandschaft Westfalen

Programm in Hamminkeln : Neujahrskonzert wird neue Tradition

Wiener Melange im Dreivierteltakt: Im Hamminkelner Ratssaal geht es musikalisch beschwingt ins Jahr 2020. Die Zusammenarbeit mit der musiklandschaft-westfalen wird fortgeführt.

Wenn was am Niederrhein drei Jahre hält, wird es schon zur Tradition. So sieht es auch mit dem Hamminkelner Neujahrskonzert aus, das zum dritten Mal im akustisch und atmosphärisch gut geeigneten Ratssaal stattfindet. Über diese konzertante Konstante im mit klassischer Musik nicht gerade verwöhnten Hamminkeln freuten sich am Freitag bei der Vorstellung des Programms Bürgermeister Bernd Romanski (SPD) und Dirk Klapsing, Intendant von musiklandschaft-westfalen. Am Sonntag, 5. Januar, um 11 Uhr ist es wieder soweit. Der Kartenvorverkauf hat begonnen. Der Verwaltungschef berichtete davon, dass es schon Bestellungen gab, bevor die Tickets gedruckt waren. Ein Kennzeichen dafür, dass die Veranstaltung wieder ausverkauft sein wird.

Zum Jahreswechsel gehören Neujahrskonzerte wie die der Wiener Philharmoniker, alljährlich auch ein TV-Ereignis, als prägende Kulturereignisse dazu. An diese Tradition dockte die „festival: philharmonie westfalen“ an, die mit den schönsten Klängen der Wiener Strauss-Dynastie für beste klassische Unterhaltung sorgt. Zum dritten Mal macht sie in Hamminkeln Station wie auch in zehn anderen Tourneestädten und zwar als temporäres Orchester mit einer hochklassigen und zu 80 Prozent festen Stammbesetzung. Unter der Leitung des bulgarischen Dirigenten Martin Panteleev, der auch Gastdirigent bei Leonhard Bernsteins Philharmonie der Nationen war, ist wieder ein vielseitiges Programm zu erwarten.

Unterstützung bekommen die Musiker dabei vom „ungarischen Teufelsgeiger“ Joszef Lendvay. Der Echopreisträger gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet. Ihn zeichnen Spielfreude, virtuose Technik und viel Ausstrahlung aus. Die  „festival: philharmonie westfalen“, die früher „M:LW Festival Philharmonie“ hieß, ist das Orchester der „musik.landschaft westfalen“. Es trat in den vergangenen Jahren mit vielen namhaften Dirigenten auf. In jedem Jahr kommt es nicht nur zum Sommerfestival zusammen, sondern auch für Neujahrskonzerte.

„Der Zeitpunkt so früh im Jahr hat sich als sehr gut erwiesen. Wir wollten auch klassische Musik dort hinbringen, wo solche Veranstaltungen selten  vorhanden sind“, sagte Dirk Klapsing. Bernd Romanski freut sich, den festlichen Rahmen im mit Sälen nicht gerade verwöhnten Hamminkeln bieten zu können. Dazu kommt, dass musikalische Harmonie dort einkehrt, wo es politisch nicht immer so harmonisch zugeht.

(thh)
Mehr von RP ONLINE