Neues Kombibad: Die Hürden fallen nach und nach

Wesel : Neues Kombibad: Die Hürden fallen nach und nach

Der Aufsichtsrat der Bädergesellschaft ist positiv gestimmt. Nun geht es um die planerische Basis.

Unsere Redaktion hatte es bereits in der vergangenen Woche berichtet: Das für das geplante Kombibad am Rhein nötige Strömungsgutachten ist da. Am Montag wurde es dem Aufsichtsrat der Bädergesellschaft vorgestellt. Dazu hatte die Vorsitzende Ulla Hornemann (SPD) alle Fraktionsvorsitzenden eingeladen. Mittlerweile hat nicht nur das Wasser- und Schifffahrtsamt keinerlei Einwände, auch die Bezirksregierung Düsseldorf habe positive Signale gesendet. Während die eine Behörde sich bereits schriftlich geäußert hat, steht dies für die Bezirksregierung noch aus.

Das Strömungsgutachten sollte zeigen, dass sich die Strömung bei Hochwasser des Rheins durch das neue Gebäude nicht wesentlich verändert. Um mehr Platz für die Wassermassen zu schaffen, soll die Festwiese, auf der Anfang August zum Beispiel wieder die PPP-Kirmes zu finden ist, tiefergelegt werden.

Die grobe Entwurfsplanung, die für das Gutachten nötig war, enthält all das, was zurzeit im Heubergbad und im Bislichbad vorhanden ist. Das Schwimmbecken soll allerdings acht statt sechs Bahnen bekommen, damit es für Wettkämpfe geeignet ist. Auch ein Lehrschwimmbecken und ein Kursraum sowie ein Saunabereich sind vorgesehen. All dies müsse natürlich auch finanziert werden können. „Kleiner machen kann man es immer“, sagt Hornemann dazu. Die Sauna könne sogar noch größer werden als bisher geplant, merkte sie an. Die Zahlen im Heubergbad würden zeigen, dass die Nachfrage nach einem Saunaangebot in Wesel hoch ist. Deshalb müsse auch für das Kombibad mit dieser Nachfrage kalkuliert werden. Hornemann kündigte an, vielleicht noch in den Sommerferien, spätestens aber direkt im Anschluss, einen Zeitplan festzulegen. Der Regionalplanentwurf sehe das Grundstück bereits als Badfläche vor. Bis er Gültigkeit bekommt, wird es aber noch dauern. Dasselbe gilt für die nötige Änderung des Weseler Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans. „Zwei bis zweieinhalb Jahre muss man dafür schon rechnen“, spricht die Sozialdemokratin aus Erfahrung.

(P. H./sep)
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