Neues Angebot in Schermbeck: Mit dem Segway durch die Orte

Neu in Schermbeck : Mit dem Segway durch die Orte

Die Gemeinde Schermbeck bietet ab Mai regelmäßig Touren mit dem elektrisch angetriebenen Ein-Mann-Transportmittel an. Wir haben an einer ersten Probefahrt teilgenommen.

Fahrradtouren, Planwagenfahrten, Kanutouren und Ausritte auf den Rücken von Pferden und Eseln gehören schon seit Jahren zu den touristischen Möglichkeiten, Schermbecks Umgebung näher kennenzulernen. In diesem Jahr soll die Palette aktiver Freizeitgestaltungen um Touren mit Segways erweitert werden. Am Mittwoch testeten Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung das Fahrgefühl mit dem elektrisch angetriebenen Ein-Personen-Transportmittel.

Eingeladen hatte zu dieser Fahrt das Kamp-Lintforter Unternehmen Segwaytouren Niederrhein, das künftig zwischen Mai und Oktober regelmäßig Touren im Schermbecker Umfeld anbieten möchte. Michael und Christopher Hardt begleiteten das neunköpfige Rathausteam vom Rathausparkplatz aus.

Vor dem Start gab es ein paar wichtige Tipps für den Umgang mit dem zweirädrigen Fahrzeug, das sich durch eine elektronische Antriebsregelung selbst in der Balance hält. „Bitte keine hektischen Bewegungen unternehmen“, warnte Michael Hardt vor einem typischen Anfängerfehler. Da sich das Segway durch gezielte Körperbewegungen vorwärts oder rückwärts bewegt und beim Bewegen der Lenkstange die entsprechende Richtung ändert, können rasante Körperbewegungen zu entsprechend unangenehmen Reaktionen des Fahrzeugs führen. Um Unfälle mit dem 50 Kilogramm schweren Fahrzeug unterwegs zu vermeiden, wurde erst einmal zehn Minuten lang bei Testfahrten das Fahrgefühl vermittelt.

Dass die beste Vorbereitung nichts bringt, wenn der Bauhof vergisst, die Löcher auf den Straßen zu flicken, musste ausgerechnet der ehemalige Bauamtsleiter als Chef des Bauhofes erfahren, als ihn ein 30 Zentimeter breites Loch im Dammer Weg zu Fall brachte. Da erwies sich der vor dem Fahrtantritt ausgehändigte Sturzhelm als sehr nützlich.

Etwa 20 Kilometer war die Premieren-Route lang, die die Segway-Fahrer über Bricht nach Damm und durch den Dämmerwald zurück nach Schermbeck führte. Unterwegs lernten die Teilnehmer recht unterschiedliche Landschaftstypen kennen, vor allem die landwirtschaftlich genutzten Areale der Ortsteile Bricht und Damm und den Dämmerwald als das größte zusammenhängende Waldgebiet im rechtsrheinischen Teil des Kreises Wesel.

Die erste Tour, die von Michael und Christopher Hardt für die gesamte Öffentlichkeit angeboten wird, findet am 4. Mai ab 9.30 Uhr statt. 65 Euro betragen die Kosten. Die Teilnehmer treffen sich am Rathaus. Welche der drei Routen – durch Gahlen, Damm oder durch Uefte-Overbeck – an diesem Tag etwa zweieinhalb Stunden lang befahren wird, steht noch nicht fest, kann aber in Kürze auf der Homepage des Kamp-Lintforter Unternehmens abgerufen werden, wo man bereits jetzt zwölf Tourenangebote im Bereich des unteren Niederrheins findet.

Thomas Heer genoss die Fahrt mit dem Segway als ein ganz besonderes Erlebnis. Der gemeindliche Klimaschutzmanager ist, wie er sagt, ein Fan von elektrobetriebenen Fahrzeugen wegen der deutlich geringeren CO2-Emissionen.

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