Neuer Einsatzleitwagen für die Feuerwehr Hamminkeln

Posten im Stadthaushalt : Neuer Einsatzleitwagen für Feuerwehr

Neue Pläne bei der Feuerwehr: Ein Einsatzleitwagen und ein Löschgruppenfahrzeug, das für heutige Einsatzszenarien eingerichtet ist, sollen geschafft werden. Die Auslieferungszeit für den Feuerwehrwagen beträgt zwei Jahre.

Wenn es ums Geld geht, ist der Konflikt nicht fern. Das hat auch die Feuerwehr in Hamminkeln erfahren, als es im vergangenen Jahr um die Anschaffung eines Einsatzleitwagens ging. Die Verwaltung wollte lieber auf einen Kommandowagen zurückgreifen und sich die Investition von 150.000 Euro für einen mit Technik vollgepackten Leitungswagen sparen. Das Ergebnis war auch eine Demonstration, das das Primat der Politik gilt. In der Auseinandersetzung folgte die Politik dem Wunsch der Feuerwehr für den Wagen mit erweiterten Einsatzmöglichkeiten.

Zuletzt beim Brand im Saunaclub Gallardo fehlte ein solches Gefährt, der Einsatzleitwagen des Kreises musste einspringen. Neu ist jetzt, dass der Kauf nun erfolgen soll und den am 23. Januar tagenden Feuerschutzausschuss beschäftigt.

Die Sitzung bildet den Auftakt für die Beratungen zum Haushalt 2020. Auf der Tagesordnung steht auch die Ersatzbeschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Hamminkeln. 350.000 Euro sind veranschlagt. Das vorhandene Einsatzfahrzeug stammt aus dem Jahr 1995. Nicht nur wegen des Fahrzeugalters macht die geplante Ersatzbeschaffung Sinn. „Es hat sich gezeigt, dass auch die Einsatzszenarien der letzten Jahre eine Veränderung bei der Technik fordern“, betont die Verwaltung. Mit diesem Fahrzeug würden Verbesserungen in der Wasserversorgung – größerer Löschwassertank und Löschwasserfaltbehälter – und in der Abarbeitung von Unwetterlagen – leistungsstarke Entwässerungspumpen – erreicht.

Interessant ist, dass eine sofortige Entscheidung für die Ausschreibung zum Fahrzeugkauf auf eine voll ausgelastete Fahrzeugindustrie stößt. Als Bauzeit können nämlich bis zu 24 Monate nach Auftragsvergabe eingeplant werden, heißt es im Rathaus. Gezahlt werden muss also erst 2022. Damit die Ausschreibung erfolgen kann, sollen im Jahr 2020 Mittel in Form einer Verpflichtungsermächtigung bereitgestellt werden. Das nötige Leistungsverzeichnis wurde von einer Arbeitsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr erstellt worden. Der Haushaltsansatz für alle Feuerwehranschaffungen 2020 liegt insgesamt bei 655.500 Euro. Die Investition ist auch ein Stück Sicherheitspolitik, aber nur ein geringer Anteil im 88,2-Millionen-Rekord-Etat. Die blanke Zahl ist aber trügerisch. Der Breitbandausbau gemeinsam mit Schermbeck und Hünxe bläht ihn auf. Land und Bund wollen ihn mit 27,6 Millionen fördern – etattechnisch ein Durchlaufposten.

(thh)