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Wesel: Neue Waschanlage für drei Millionen Euro

Wesel : Neue Waschanlage für drei Millionen Euro

Nach Dürener Vorbild entsteht am Buttendick eine neue Waschstraße für 1000 Autos täglich.

An der jahrelang unaufgeräumten Gewerbe-Ecke Schermbecker Landstraße/RWE-Straße geht es voran. Nachdem Hühnerbräter Kentucky Fried Chicken für einen Akzent gesetzt hatte, folgt nun unmittelbar daneben, Im Buttendicksfeld 3, eine weitere Aufwertung. Hans-Jörg Herten und Nico Boddenberg werden auf dem 4800-Quadratmeter-Gelände das Weseler Autowaschcenter errichten. Die Investition wird bei gut drei Millionen Euro liegen. Weichen wird dafür das Johnsen-Gebäude (Obst und Gemüse), das zuletzt als Trödelhalle fungierte. Verpächter sind Matthias und Thomas Cramer vom Autohaus am Spaltmannsfeld. Sie hatten vor drei Jahren das Objekt für einen Umzug gekauft, der sich aber unterdessen erübrigt hat. Hilfreich zur Seite standen den Akteuren die Weseler Wirtschaftsförderer Johannes Opgen-Rhein und Nicolas Kotzke.

Die Abrissgenehmigung ist da, im Juli soll es losgehen. Geschäftsführer Boddenberg hofft, mit Glück noch vor Weihnachten waschen zu können, geht realistisch aber davon aus, dass der Betrieb Anfang 2019 startet. Der 27-jährige Kölner, der International Business studiert hat, ist bereits Geschäftsführer des gleichartigen Dürener Autowaschcenters und schreckt vor Superlativen nicht zurück. "Mehr geht nicht", beschreibt er das Konzept, das aus Autowaschen ein Erlebnis machen soll. Vollautomatisch und komplett überdacht werde sich die Anlage präsentieren. Kapazität: 1000 Autos täglich. Der Waschtunnel wird 70 Meter messen. Innen wird es 27 Saugerplätze geben, außen 13. 17 vollautomatische Mattenreiniger sind vorgesehen. Für Strom sorgt Photovoltaik vom Dach, für weitere Ressourcenschonung eine Aufbereitungsanlage, die 95 Prozent der 700 pro Auto benötigten Liter Wasser wieder zur Verfügung stellt. An zehn Mitarbeiter wird gedacht, davon sechs in Vollzeit.

Boddenberg und Herten, der zudem mehrere Mercedes-Autohäuser betreibt, glauben, mit Qualität überzeugen zu können. Die Cramer-Brüder freuen sich über eine autoaffine Entwicklung ihres Areals.

(fws)