Schermbeck: Neue Pläne für die Feldbahn

Schermbeck: Neue Pläne für die Feldbahn

Die Gahlener Feldbahnfreunde veranstalteten am Samstag einen Fahrtag.

Die Gahlener Feldbahnfreunde haben neue Pläne. In den kommenden Jahren wollen sie ein Info-Gebäude errichten, um über die Geschichte der Bahn aufzuklären. Dies berichtete Vorstandsmitglied Michael Gorris am Samstag den Besuchern des öffentlichen Fahrtags. Für den Bau eines solchen Gebäudes südlich der bestehenden Werkstätten hat die Ton-Stiftung Nottenkämper einen stattlichen Betrag zugesagt. In dem Gebäude sollen Dokumente und Geräte ausgestellt werden, die zeigen sollen, wie früher Ton gewonnen, transportiert und verarbeitet wurde. In der Nähe des geplanten Gebäudes soll ein Eimerkettenbagger, den die ehemalige Overbecker Ziegelei Menting den Feldbahnfreunden übergeben hat, im Gelände jenen Arbeitsvorgang demonstrieren, der früher im Sumpfhaus der Ziegelei nötig war, um den im Sumpfhaus gewässerten Ton über Förderbänder zur Produktion von Dachziegeln oder anderen Produkten aus Ton zu schicken. "Helfer sind willkommen", lädt Michael Gorris zur Mitarbeit ein. An jedem Mittwoch treffen sich einige der aktiven Mitglieder, um Arbeiten zu verrichten. Arbeitseinsätze an Samstagen werden nach Absprache erledigt.

Guten Zuspruch fand am Wochenende das Angebot des Vereins, eine Tour mit der Feldbahn auf dem Gelände des Hofes Haferkamp zu unternehmen. Mehrere Stunden lang konnten die Besucher mit einer von zwei Feldbahnen über die 400 Meter langen Gleise zwischen den Werkstätten der Feldbahnfreunde bei Haferkamp und dem Sportplatz des TuS Gahlen fahren. Die Bahnen wurden von zwei Lokomotiven gezogen, die früher irgendwo im Einsatz waren, um industrielle Güter zu befördern. Eine dieser beiden Loks, eine DIEMA DS 16, war seit dem 16. März 1939 für die Hervest-Dorstener Tief- und Straßenbaufirma Diedrich Schaub im Einsatz und transportierte später Ton für die Schermbecker Firma Nelskamp, die den Feldbahnfreunden die Lok am 1. Mai 2010 als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte.

Zwischen den einzelnen Fahrten konnten sich die Besucher in den Werkstätten und auf dem Freigelände den Fahrzeugbestand zeigen lassen. Sechs Loks konnten besichtigt werden, von denen vier fahrtüchtig sind. Zwei weitere Loks werden derzeit überarbeitet, eine für den eigenen Bestand, die andere für das Weingut Serrig in Rheinland-Pfalz. Die Feldbahnfreunde verfügen über eine betriebsfähige Handhebeldraisine und ein Schienenfahrrad, welches von Herbert Loges rekonstruiert wurde und ebenfalls einsatzbereit ist. Zum Fahrzeugbestand gehören diverse Kipploren und Personenwagen, die vom Arbeitsteam zusammengebaut wurden.

Über Mangel an Beschäftigung brauchen sich die freiwilligen Helfer nicht zu beklagen, die an jedem Mittwochnachmittag zum Arbeitseinsatz ins Aap kommen. Die einen kümmern sich mit Vorliebe um die technische Überarbeitung der Fahrzeuge. Manche ziehen die Arbeiten der Geländepflege vor und einige setzen ihre ganze Kraft dafür ein, die begonnenen Projekte erfolgreich zu beenden.

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Zu den Projekten gehört die Fertigstellung der geplanten Gleisstrecke. Während die rund 450 Meter langen Gleise am Südrand des Haferkamp-Feldes pünktlich zum zehnjährigen Bestehen des Vereins am 26. August 2017 verlegt wurden, fehlen für den am 25. April 2016 vom Kreis Wesel genehmigten Antrag zum Bau der etwa 500 Meter langen Nordstrecke noch die Gleise. Die liegen derzeit noch auf dem Gelände des Weingutes Serrig und konnten von einem Gahlener Team im Februar 2018 besichtigt werden.

Wenn der zweite Streckenteil im Aap in etwa zwei Jahren fertig sein wird, wird ein Besuch im Aap noch interessanter. 2017 meldeten sich bereits etwa 20 Gruppen an, um einen Termin für Fahrten mit der Feldbahn zu verabreden.

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(hes)