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Nachfragebündelung beim Glasfaserausbau in Hamminkeln, Schermbeck, Hünxe

Hamminkeln, Schermbeck und Hünxe : Nächster Schritt beim Glasfaserausbau

Die Nachfragebündelung für den Glasfaserausbau im Außenbereich von Hamminkeln, Schermbeck und Hünxe startet. Insgesamt besteht für 2274 Adressen die Möglichkeit, sich einen kostenlosen Glasfaseranschluss bis ins Haus legen zu lassen.

Noch in diesem Jahr soll der Glasfaserausbau in den Außenbereichen von Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck starten. Den Zuschlag für die Arbeiten erhielten die Unternehmen Epcan, Muenet und die Stadtwerke Borken, die sich zu einer Bietergemeinschaft zusammengeschlossen haben.

Insgesamt besteht für 2274 Adressen die Möglichkeit, sich einen kostenlosen Glasfaseranschluss bis ins Haus legen zu lassen. Das entspricht einer Glasfasertrasse von zirka 500 Kilometern, die ab Baubeginn innerhalb von drei Jahren errichtet und betriebsbereit hergestellt werden muss. Um den Netzausbau planen zu können, startet die Bietergemeinschaft mit einer sogenannten Nachfragebündelung. Bis zum 19. Juni haben alle geförderten Haushalte die Möglichkeit, sich für einen kostenlosen Glasfaseranschluss zu entscheiden.

Hierbei ist es wichtig, dass bis zum Ende der Nachfragebündelung ein Vertrag bei den beiden Netzanbietern Epcan aus Vreden oder Muenet aus Rosendahl eingereicht wird. Bei Verträgen, die nach dem 19. Juni eingereicht werden, rechnet die Bietergemeinschaft mit Kosten von mindestens 3000 Euro pro Hausanschluss. Die Glasfasertarife starten ab 200 Mbit/s im Down- und Upload. Die monatlichen Kosten betragen in den ersten zwölf Monaten 9,99 Euro und ab dem 13. Monat ab 49,90 Euro. Die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate.

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Durch die Vortriebslösung, die bei der Überarbeitung der Förderrichtlinien beantragt wurde, besteht eine kostenpflichtige Anschlussmöglichkeit für Haushalte, die an der Ausbaustrecke liegen, aber nicht zu den regulär geförderten Haushalten gehören. Für diese Haushalte ist es erforderlich, dass sie ihr Interesse ebenfalls während der Nachfragebündelung bekunden und einen vorerst unverbindlichen Vertrag bei einem der beiden Netzanbieter einreichen. Nach der Nachfragebündelung wird die Bietergemeinschaft verbindliche Anschlusszusagen machen und Anschlusskosten mitteilen.

Alle Interessenten, die einen Vertrag einreichen, aber nicht der regulären Förderung unterliegen, erhalten nach der Kostenkalkulation eine verbindliche Anschlusszusage sowie ein verbindliches Angebot, welches dann innerhalb von zwei Wochen unterschrieben zurückgeschickt werden muss. Alle Verträge können per Post, E-Mail oder über ein Online-Formular eingereicht werden.

Aufgrund der Kontaktbeschränkung dürfen keine Informationsveranstaltungen der Bietergemeinschaft stattfinden. Daher wurde sämtliches Informationsmaterial digital aufbereitet und auf den jeweiligen Webseiten der beiden Netzanbieter zur Verfügung gestellt (siehe Info-Kasten). „Informationen zum Glasfaserausbau, Ablauf der Nachfragebündelung, Informationen zum Vertrag, erklärende Videos, sowie häufig gestellte Fragen werden den Anwohnern auf den Webseiten zur Verfügung gestellt. In den nächsten Tagen werden zudem alle geförderten und nicht regulär geförderten Haushalte postalisch mit Informationsmaterial versorgt“, schreibt die Bietergemeinschaft.

„Die Informationspunkte, die allen förderfähigen Anwohnern per Post mitgeteilt werden, dürfen ausschließlich mit Mundschutz und ausreichendem Sicherheitsabstand besucht werden. Es kann aufgrund des Besucherandrangs zu Wartezeiten außerhalb des Gebäudes kommen, hier bitten wir um Verständnis“, erklärt die Bietergemeinschaft und ergänzt in Anbetracht der Corona-Krise: „Nur in dringenden Fällen sollten die Informationspunkte besucht werden, da unsere Mitarbeiter alle Fragen auch gerne telefonisch oder per E-Mail beantworten.“

(RP)