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Wesel: Nach 60 Jahren ist die Fachwerk-Brücke Geschichte

Wesel : Nach 60 Jahren ist die Fachwerk-Brücke Geschichte

Wieder ein Meilenstein beim Abriss der alten Weseler Rheinbrücke geschafft. Mit den Pfeilern geht es weiter.

Allen anfänglichen Schwierigkeiten zum Trotz ging es in den letzten Wochen auf der Abriss-Baustelle bei Büderich Schlag auf Schlag. Noch stehen die Pfeiler, aber das charakteristische Stahl-Fachwerk der alten Weseler Rheinbrücke ist seit dem Wochenende Geschichte. Montag und gestern wurden die Fahrbahnplatte und die Träger entfernt.

 3. Oktober 2011: Am Tag der deutschen Einheit wird die alte Brücke geteilt. Der Abriss beginnt.
3. Oktober 2011: Am Tag der deutschen Einheit wird die alte Brücke geteilt. Der Abriss beginnt. Foto: archiv

Damit ist das gesamte (Alt-)Metall abgeräumt und kann per Sandstrahl gereinigt werden. Das kann durchaus als Meilenstein bezeichnet werden.

 15. Oktober 2013: 60 Jahre nach der Einweihung ist das charakteristische Stahl-Fachwerk vollständig demontiert.
15. Oktober 2013: 60 Jahre nach der Einweihung ist das charakteristische Stahl-Fachwerk vollständig demontiert. Foto: ekkehart malz

In der Gesamtoptik dominiert die wegen ihres 145-Meter-Pylons ohnehin überragende neue Brücke nun allein das Landschaftsbild. 60 Jahre nach der Einweihung der Brücke, die bekanntlich nur als Provisorium gedacht war, hat das neue Bauwerk dessen Funktion längst übernommen. Der ganze Leistungsfähigkeit der neuen Brücke wird erst dann zu ermessen sein, wenn am Ende die B 58-Südumgehung über den Fusternberg fertig ist. Das kann dauern, denn noch läuft das Planfeststellungsverfahren — und es gibt Widerstand von Betroffenen. Unterdessen steht für Straßen NRW neben dem Endspurt an der Büdericher B 58-Umgehung die weitere Abrissarbeit an der alten Brücke auf dem Programm.

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Wie Berthold Dünk vom Landesbetrieb gestern untermauerte, sollen am linken Ufer noch in diesem Jahr die Vorlandbrücke und zwei Pfeiler weichen — wenn der Wasserstand des Rheins dies zulässt. Ebenfalls noch in diesem Jahr sind Sondierungen geplant. Gesucht werden soll nach Bomben rund um den Pfeiler, der nahe dem rechten Ufer im Strom steht. Er soll 2014 abgetragen werden, weil er der Schifffahrt am meisten im Wege steht. 2015 soll dann der linke Strompfeiler verschwinden.

(fws)