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Musikschule Wesel: Stephan Görg gibt mit seiner Band zwei Konzerte

Konzert in Musikschule Wesel : Musiker Stephan Görg meldet sich mit Band zurück

Nach einer achtmonatigen Konzertpause spielt die Stephan Görg Band am Samstag, 3. Oktober, wieder. Das bedeutet für die Musiker nicht nur, eine künstlerische, sondern auch eine finanzielle Lücke zu beenden.

Stephan Görg ist nicht nur ein glänzender Pianist, Professor für Schulpraktisches Klavierspiel/Improvisation und in Wesel als langjähriger Leiter des Niederrheinischen Kammerchors bekannt. Der Blumenkamper ist auch ein umtriebiger Musiker, der er es liebt, vor Publikum zu spielen. Seine Konzerte in seiner Heimatstadt sind immer voll. In den Corona-Monaten war alles anders.

„Verrückte Zeiten. Ich hatte weitestgehend nur ein Online-Semester an der Hochschule. Alle schönen Konzertprojekte wurden abgesagt, unter anderem auch eine erneute Tour nach Südkorea“, sagt er. Jetzt betritt Görg wieder die Bühne – mit Band. „Memories of Tomorrow“ ist der Doppelauftritt am Samstag, 3. Oktober, um 17 und um 20 Uhr in der Aula der Jugendmusikschule Wesel betitelt.

Nach einer achtmonatigen Konzertpause spielt die Stephan Görg Band also wieder. Das bedeutet nicht nur, eine künstlerische, sondern auch eine finanzielle Lücke zu beenden.

Das Konzert ist deshalb auch ein Blick nach vorn, wenn auch ein begrenzter, denn wegen der Abstandsregeln können nur 50 bis 60 Zuhörer dabei sein. Deswegen wird zweimal gespielt. Ein bisschen Erleichterung und die Suche nach Perspektiven in der Nach-Corona-Zeit klingen durch, wenn der Pianist sagt: „Am 3. Oktober hätte ich mit zwei weiteren Musikern meiner Band eigentlich mit dem Aachener Vokalensemble in der Zitadelle spielen sollen, einen Tag später in Aachen im Spiegelsaal. Der Chor hat jetzt auch abgesagt, Chorgesang ist immer noch problematisch. Mir kam aber die Idee, mit und für meine freiberuflichen Kollegen ein Corona-Konzert in Wesel zu spielen.“

„Memories of Tomorrow“ – Erinnerungen an Morgen: Dieser Titel soll auch ein Zeichen setzen und ins Gedächtnis rufen, dass Musik und Kultur auch systemrelevante Bereiche sind, formuliert Görg, die unser Menschsein ausmachen. Die Musik seiner Band bewegt zwischen den Polen Jazz-Pop-Klassik. Neben einigen Klassikern von Pat Metheny, Keith Jarrett, den Beatles und Johann Sebastian Bach ist auch neues Material aus der Feder von Benjamin Steil und Stephan Görg ins Programm gekommen.

Die Band tritt in der Besetzung Benjamin Steil (Saxophone, Klarinette, Querflöte), David Andres (Bass), Lukas Meile (Percussion), Sebastian Görg (Drums) und Marie-Sibyll Görg, die anregende Gedanken und Texte beiträgt, sowie Stephan Görg auf.

„Ich hoffe auf neuen Hunger nach Kultur“, sagt der Weseler. Er, der passionierte Musiker, hat die Zwangspause durchaus als Entschleunigung empfunden, auch um die Chance zu nutzen, Bachs Großkomposition, die Goldberg-Variationen, in eigener Interpretation einzuspielen. Mit Zeit und Kreativität die ganz frisch herausgekommene Goldberg-CD mit zehn weiteren Improvisationen zu interpretieren, die einen eigenen Zyklus bilden, darum ging es ihm. In die eigene Klangwelt abzutauchen, den Wunsch erfüllen, tieferzugehen und etwas Bleibendes zu schaffen, haben Görg angetrieben.

Gelungen findet er sein Werk, eine besondere Qualität habe er erreicht bei der Arbeit an einem ganz großen kompositorischen Werk. Die Corona-Pause hat ihm so auch Räume eröffnet.

Das Konzert am Samstag, 3. Oktober, wird unter Corona-Bedingungen durchgeführt: stark reduzierte Besucherzahl, personalisierte Plätze, nach Haushalten getrennt, Verzicht auf Pause und Bewirtung, Dauer etwa 80 Minuten, Maskenpflicht bis zum Sitzplatz, während des Konzertes kann die Maske abgesetzt werden. Karten gibt es nur im Vorverkauf bei der Buchhandlung Korn, Brückstraße 13, und via E-Mail an stephangoerg@gmx.de.