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Musikalische Weihnachtsbotschaft in St. Ludgerus

Konzert von drei Chören : Musikalische Weihnachtsbotschaft in St. Ludgerus

Die Entscheidung zur verstärkten Zusammenarbeit erwies sich als richtig. Bei dem Trend zurückgehender Zahlen der aktiven Sänger wird durch die Kooperation jene vierstimmige Klangfülle erreicht, mit der die einzelnen Chöre noch vor über einem Jahrzehnt allein ein großes Gotteshaus zu einer Konzerthalle verwandeln konnten.

Einen stimmungsvollen Vorgeschmack auf das Weihnachtsfest ist den etwa 300 Besuchern eines Konzertes am zweiten Adventssonntag in der Ludgeruskirche geboten worden. Gleich drei Gruppen gestalteten das Konzert, zu dem der Männergesangverein „Eintracht“ eingeladen hatte.

 Mit Hoffmann von Fallerslebens „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ nach einer Melodie eines französischen Volksliedes startete Kirchenmusiker Josef Breuer an der Orgel. In Rudolph Kinaus Geschichte „Unter dem Schornstein“, die Sigrid Kimpenhaus vorlas, erlebte ein Kind mit einer zeitlichen Verzögerung die Freude über ein ersehntes Geschenk, das der Weihnachtsmann schließlich doch noch brachte.

Den musikalischen Reigen eröffnete die Chorgemeinschaft des MGV Eintracht und des MGV Gahlen-Dorf mit ihrem gemeinsamen Chorleiter Jörg Remmers. Die Entscheidung zur verstärkten Zusammenarbeit erwies sich als richtig, weil bei dem Trend zurückgehender Zahlen der aktiven Sänger durch die Kooperation jene vierstimmige Klangfülle erreicht werden konnte, mit der die einzelnen Chöre noch vor über einem Jahrzehnt allein ein großes Gotteshaus zu einer Konzerthalle verwandeln konnten. Zur Begrüßung erntete die Chorgemeinschaft mit Felix Mendelssohn-Bartholdys „Alle Himmel singen, jubeln“ und Luigi Cherubinis „Veni Jesu, Amor mi“ den ersten Beifall.

Seit Jahren bereichert Wilhelm Wissmann als Bariton-Solist das Programm der „Eintracht“-Weihnachtskonzerte. Diesmal sang er mit kraftvoller Stimme von der Orgelempore aus das Lied „La Vierge Marie“ aus Francisco Lopez` Operette „Mediterranee“. Die musikalische Schilderung der Herbergssuche übernahmen sodann die Solisten Tania Wolthaus (Sopran), Manfred Jansen (Tenor) und Engelbert Bikowski (Bass).

Der von Georg Küper geleitete Frauenchor bella musica setzte sich dann mit dem Geschehen an der Krippe musikalisch auseinander. „Engel haben Himmelslieder“, versicherten die auf der Orgelempore stehenden Sängerinnen. Die Weise „Bajuschki Baju“, die von russischen Müttern ihren Kindern als Wiegenlied gesungen wird, wurde ebenso einfühlend vorgetragen, dass es tosenden Beifall von den Zuhörern gab. Die musikalische Weihnachtsgeschichte endete mit Wilhelm Wissmanns Sologesang von den „Drei Königen“, bevor alle Chöre gemeinsam eine eindrucksvolle Soiree mit dem „Freuet euch all“ beendeten.

Nach langjähriger Gepflogenheit gab es zum Finale das Weihnachtskonzert der Eintracht mit Franz Xaver Grubers „Stille Nacht“ und dem jubilierenden „O du fröhliche“.

(hs)