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Wesel: Museum Bislich auf Höhe der Zeit

Wesel : Museum Bislich auf Höhe der Zeit

125 000 Euro hat Teil eins des Umbaus gekostet. Das Ergebnis überzeugt.

Schon beim Betreten des Bislicher Heimatmuseums wird klar: Hier hat sich Einiges getan. Der Eingangsbereich zeigt sich in neuem Glanz - vom modernen Windschutz, der Mitarbeitern und Exponaten nützt, über den neuen Empfangstresen bis hin zu den ansprechend gestalteten Ausstellungsstücken mit passenden Info-Tafeln.

Das ist längst nicht alles: Für 125 000 Euro wurde das Museum an der Dorfstraße renoviert und umgestaltet. Die Stadt unterstützte das Projekt mit 48 000 Euro, der Landschaftsverband Rheinland mit 40 000 Euro. Der Rest sind Eigenleistung und Spenden. Eine Menge Arbeit sei der Umbau gewesen, sagt Museumsleiter Peter von Bein. Arbeit, die sich definitiv gelohnt hat.

Dank eines hochwertigen Holzbodens und frischen Anstrichs wirkt das Museum jünger. Zwei Durchbrüche ermöglichen einen Rundgang, während Besucher früher nur über den Flur von Raum zu Raum gelangten. Durch die Auflösung des Männerchores und den Umzug des Schießklubs in die alte Schule steht nun das gesamte Erdgeschoss als Ausstellungsfläche zur Verfügung. Thematisch ist der Rundgang klar strukturiert - auch eine Neuerung. Während es im Eingangsbereich im Schnelldurchgang durch die Bislicher Geschichte von der Steinzeit bis ins 18. Jahrhundert geht, haben Besucher in der eigentlichen Ausstellung detaillierte Möglichkeiten, in die Dorf-Historie einzutauchen.

Auf dem Rundgang finden Besucher geordnet Spannendes zu Religion, Alltag und Hauswirtschaft, Kindheit, Bislicher im Porträt, Berufe, Landwirtschaft und dem Übergang in die Moderne mit dem Einzug der Elektrizität und der Geschichte der Weseler Kleinbahn. Auf Info-Tafeln kann man Wissenswertes nachlesen und dank moderner Technik auch selbst aktiv werden. An Computern kann man nach Totenzetteln, Ansichtskarten oder Fotos suchen.

Nun wird die Renovierung im Erd- und Obergeschoss weitergeführt. Dann werden noch Themenbereiche zu den Weltkriegen, der NS-Zeit und den fränkischen Gräberfeldern eingerichtet.

(gasch)