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Moers-Corona: 55 Öztas-Mitarbeiter unter positiv Getesteten

Corona-Tests von Dönerfleischbetrieb ausgewertet : 55 Öztas-Mitarbeiter aus Kreis Wesel unter positiv Getesteten

Die Reihentestung im Moerser Dönerfleischbetrieb Öztas ist nun vorläufig ausgewertet. Ein Großteil der Mitarbeiter kommt aus Moers, andere aus Kamp-Lintfort, Rheinberg und Neukirchen-Vluyn. Der rechtsrheinische Kreis Wesel ist nicht betroffen, aber Duisburg.

Die Weseler Kreisverwaltung hat nach der Reihentestung auf das Coronavirus im Dönerfleisch-Betrieb Öztas in Moers neue Zahlen genannt. Demnach liegt die Zahl der im Kreis Wesel wohnenden positiv getesteten Öztas-Mitarbeiter bei 55. Alle anderen positiv Getesteten wohnten in Duisburg, erklärte die Kreisverwaltung. 275 Mitarbeiter hat das Unternehmen Öztas. Die 55 Fälle im Kreis Wesel verteilen sich auf Moers (50 Fälle), Kamp-Lintfort (3 Fälle), Rheinberg und Neukirchen-Vluyn (jeweils ein Fall).

Die Frage des Wohnorts spielt eine Rolle für die Bewertung, ob es zu einem Lockdown wegen zu hoher Fallzahlen im Kreis Wesel kommt. Landrat Ansgar Müller sagt: „Natürlich ist es eine Erleichterung, dass die Zahlen im Kreis Wesel nicht sprunghaft ansteigen. Die Situation in Moers hat uns allen aber noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt, wie schnell die Corona-Pandemie überall und damit auch im Kreis Wesel an Dynamik gewinnen kann. Darum bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises Wesel weiterhin: Bitte halten Sie sich an die Abstands- und Hygieneregeln und meiden Sie alle unnötigen Sozialkontakte. Wir alle können unseren Teil dazu beitragen, Neuinfektionen zu vermeiden.“

Die Kapazitäten in der Kontaktnachverfolgung des Kreises Wesel seien bereits in der vergangenen Woche deutlich erhöht worden, teilte der Kreis Wesel mit. Die entsprechenden Mitarbeitenden des Fachdienstes Gesundheitswesen würden „auf Hochtouren“ arbeiten, um mögliche Infektionsketten zu identifizieren und zu unterbrechen. Bisher (Stand Mittwoch, 1. Juli, 9 Uhr) wurden auf diese Weise 22 Sekundärinfektionen im Kreis Wesel – alle wohnhaft in Moers – ermittelt, also Personen, die sich bei Mitarbeitenden des Betriebs angesteckt haben.

Die Mitarbeitenden des Betriebs, die während der Reihentestung nicht vor Ort waren, werden nachträglich abgestrichen. Dies betrifft rund 40 Personen. Da sie sich im Urlaub oder in Elternzeit befinden oder langzeiterkrankt sind etc., werden die Abstriche zu einem späteren Zeitpunkt genommen. Unabhängig davon besteht laut Kreisverwaltung die Regelung, dass kein Mitarbeitender die Arbeit ohne ein negatives Testergebnis aufnehmen darf.

Ergänzend dazu schreibt eine Allgemeinverfügung des Landes NRW vor, dass die Beschäftigten in den Betrieben der Fleischindustrie in Nordrhein-Westfalen künftig mindestens zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Die neuen Vorgaben gelten ab dem 1. Juli für Schlachthöfe, Zerlegebetriebe und vorrangig fleischverarbeitende Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten.