Wesel Mehr Platz für Darmpatienten im Hospital

Wesel · Auf einem Flur lässt es sich nicht gut aufwachen. Das weiß auch Heinrich Schnieders. Aus diesem Grunde gab der Geschäftsführer des Weseler Marien-Hospitals 2010 grünes Licht für die 2,7 Millionen Euro teure Erweiterung und Modernisierung der Gastroenterologie. 2011 wurde mit dem Bau begonnen. Am Samstag, 27. Oktober, ist offizielle Übergabe der neuen Funktionsräume der II. Medizinischen Klinik im Hospital.

 Die Gastroenterologie wurde für 2,7 Millionen Euro erweitert und modernisiert. Neu: die Aufwachräume, die Chefarzt Dr. Max Brandt vorstellt.

Die Gastroenterologie wurde für 2,7 Millionen Euro erweitert und modernisiert. Neu: die Aufwachräume, die Chefarzt Dr. Max Brandt vorstellt.

Foto: Malz

Wie schwer die Gastroenterologie wiegt, die sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse befasst, zeigt nicht nur die hohe Investitionssumme, sondern auch das Personal der Abteilung, die es seit 1971 im Hospital gibt. Seit 1990 leitet Dr. Max Brandt die II. Innere. Vier Oberärzte, allesamt ausgebildete Gastroenterologen, sowie sechs Assistenzärzte komplettieren das Team. "Somit sind alle Stellen besetzt", sagt Brandt, der sich sehr über den Umbau freut.

So wurde zwar nicht das Leistungsspektrum (Endoskopie, Hepatologie und gastroenterologische Onkologie) erweitert, dafür aber der Platz und der Komfort. Heißt: Empfang und Wartezone sind nun großzügiger gestaltet, die medizinischen Instrumente werden ab sofort in einem eigenen Hygieneraum aufbereitet. Auch dem Personal stehen mehr Räume zur Verfügung. "Zudem gibt es nun einen eigenen Aufwachraum mit fünf Überwachungsplätzen, der die Sicherheit und das Wohlbefinden für die Patienten verbessert", berichtet Brandt. Gleiches gilt für den neuen Chemotherapie-Raum für gastro-onkologische Patienten.

Und das sind immerhin rund 80 bis 100 Patienten pro Jahr. Die Zahl der stationären Patienten stieg in den vergangenen Jahren von 1400 auf aktuell 2200. Weitere Zahlen: 2500 Magen-, 1800 Dickdarm- und 150 bis 200 Dünndarmspiegelungen pro Jahr. Steckenpferd von Dr. Brandt sind zudem die Ultraschalluntersuchungen (5000 bis 6000 im Jahr). "Um dieser Aufwärtsentwicklung Rechnung zu tragen, haben wir investiert", sagt Schnieders.

Info Die Eröffnung der II. Medizinischen Klinik findet am 27. Oktober, 10 Uhr, statt. Am 3. November, 10-14 Uhr, besteht zudem die Gelegenheit, die Gastroenterologie sowie die neue Kardiologie bei einem Tag der offenen Tür zu besichtigen.

(jul)
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