Wesel Marien-Hospital wächst weiter

Wesel · Mehr Patienten denn je, alle Arzt-Stellen besetzt: Das Marien-Hospital zieht eine positive Bilanz für 2011 und stellt Pläne vor. Auf dem Gelände der ehemaligen Katastrophenschutzschule entsteht derzeit ein Neubau fürs Sozialpädiatrische Zentrum. Betriebskindergarten startet im Mai.

 Auf dem Gelände der ehemaligen Katastrophenschutzschule sind die Vorbereitungsarbeiten für den Neubau des SPZ in vollem Gange.

Auf dem Gelände der ehemaligen Katastrophenschutzschule sind die Vorbereitungsarbeiten für den Neubau des SPZ in vollem Gange.

Foto: Malz

Auch wenn Heinrich Schnieders, Geschäftsführer des Marien-Hospitals, noch nicht an 2013 und seinen dann beginnenden Ruhestand denken möchte, so hat der Klinik-Manager doch bereits einen Wunsch parat: "In meinem letzten Jahr im Marien-Hospital möchte ich die Erweiterung des Nikolaus-Stifts unbedingt auf den Weg bringen", erklärt Heinrich Schnieders. "Zu meiner Verabschiedung im Januar 2013 sollte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp die Baubewilligung mitbringen." Der Geschäftsführer der Klinik und dessen Ärztlicher Direktor Dr. Ullrich Raupp haben allen Grund zur Freude. Sie präsentierten gestern eine positive Bilanz für 2011.

Größte Spezialambulanz in NRW

"Erstmals haben wir im Marien-Hospital über 19 000 Patienten stationär behandelt", fasst Heinrich Schnieders zusammen. Der kontinuierliche Aufwärtstrend der vergangenen Jahre sei keine Selbstverständlichkeit. Denn die finanziellen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser hätten sich verschlechtert. "Vier Prozent Tariferhöhungen stehen einer Budget-Steigerung seitens der Kassen um nur 0,6 Prozent gegenüber", rechnet der Geschäftsführer vor. Nur durch Leistungssteigerungen sei es dem Marien-Hospital gelungen, die Lücke zu schließen. Und so hatte unter anderem die Abteilung Kinder- und Jugendmedizin im vergangenen Jahr mehr Arbeit zu verzeichnen.

Finanziell gesehen, ist das Hospital somit kerngesund, schreibt weiter schwarze Zahlen. "Das macht es uns möglich, unsere Bauprojekte aus eigenen Mitteln zu stemmen", sagt Heinrich Schnieders. Und so drehen sich derzeit wieder die Kräne: An der Kurze Straße — Ecke Domstraße — liegt der Neubau der Kardiologie im Zeitplan: Eröffnung nach den Sommerferien. Für 2,4 Millionen Euro wird die Fassade saniert, erhält der Haupteingang Aufzug-Anschluss an die Stationen.

Frisch gestartet für sechs Millionen Euro: der Neubau des Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) und der Frühförderung auf dem 6000 Quadratmeter großen Gelände der früheren Katastrophenschutzschule. "Im Januar bewegt sich richtig was auf der Baustelle", sagt Schnieders. Die Grundsteinlegung erfolgt im Frühjahr. "Es wird die größte Spezialambulanz für Kinder und Jugendliche in NRW. In 2011 haben wir 4700 junge Patienten behandelt", erklärt Chefarzt Raupp.

Für Geschäftsführer Schnieders steht bereits fest: "Solange ich hier bin, wird gebaut." Und so soll auch auf der Wiese neben dem Nikolaus-Stift eine Wohneinheit für Demenzkranke (40 Plätze) entstehen. Zudem gibt es Pläne für den Neubau der Intensivstation. Los geht's damit allerdings erst nach dem SPZ-Umzug.

(RP)
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