Wesel: Mamma-Café sucht wieder Handtaschenspenden zum Basteln

Wesel : Mamma-Café sucht wieder Handtaschenspenden zum Basteln

Kreatives und Informatives für Frauen mit und nach Brustkrebs, ihre Angehörigen und alle Interessierten - das neue Programm ist da.

Brustkrebs verändert Leben - manche Patientinnen leiden noch Jahre nach der Therapie unter Nebenwirkungen. Andere suchen den Austausch oder sammeln Tipps. Für diese Frauen gibt es seit zwölf Jahren am Brustkrebszentrum des Marien-Hospitals das Mamma-Café: Betroffene, Angehörige und Interessierte kommen im Haus der Gesundheit zusammen. Jetzt stellten Chefärztin Daniela Rezek und Breast-Care-Nurse Lisa Quick das Programm 2018 vor. Traditionell startet es im Januar mit einem Termin zu Neuheiten, etwa neuen Diagnostik-, Operations- oder Therapie-Methoden: am morgigen Donnerstag, 11. Januar, mit Chefärztin Rezek. Das Marien-Hospital ist das erste und bislang einzige Brustkrebszentrum am Niederrhein: Anders als Brustzentren, ist es von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert.

In diesem Jahr soll am Marien-Hospital die intraoperative Bestrahlung möglich werden, die während der OP durchgeführt wird und in bestimmten Fällen eine Bestrahlung von außen ersetzen kann. "Das ist erst möglich, wenn wir einen dafür ausgerüsteten Operationssaal haben", erläutert Rezek. Neu am Marien-Hospital ist Oberärztin Pamela Schittler, die Rezek am Donnerstag vorstellen wird. Ebenfalls neu ist der Montagstreff, bei dem es einmal monatlich um Naturheilkunde bei Nebenwirkungen von Chemo- oder Systemtherapie geht.

Weiter geht es am 15. März mit der Pinke-Taschen-Aktion: Lisa Quick gestaltet mit den Teilnehmerinnen Frauenhandtaschen um, die später ausgestellt werden. "Wir freuen uns über Handtaschenspenden aller Art", sagt sie. Pinkfarbene Dekoartikel sind ebenfalls willkommen. Am 19. April wird ein Perückenstudio Tipps und Tricks rund ums Zweithaar verraten, dazu gibt es Schminktipps und Wellness.

Bei der Kleidertauschbörse am 21. Juni werden neben normalen Kleidungsstücken auch Spezial-BHs, Perücken und Kopfbedeckungen getauscht. "Trotz des Krankenkassenzuschusses müssen die Patientinnen zwischen 20 und 50 Euro beim Kompressions-BH zuzahlen", sagt Rezek. Für manche ist das viel Geld und Gebrauchtes eine Alternative.

Haut und Schleimhautpflege während und nach der Therapie ist am 5. Juli Thema im Mamma-Café - die Medikamente, die die Patientinnen fünf bis zehn Jahre nach der OP nehmen müssen, verändern die Haut und machen Probleme. Am 9. August werden Pamela Schittler und Rezek vom Senologie-Kongress berichten, Lieblingsbücher stehen unter dem Titel "Futter für die Seele" am 6. September auf dem Programm, begleitet von den Psychoonkologen Silke Dahl und Udo Wächter. Mind-Body-Trainerin Tana Hesse wird am 11. Oktober Tipps zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit geben. Das Mamma-Café-Jahr endet am 13. Dezember mit Unterstützung, die unangenehme antihormonelle Therapie durchzuhalten.

Das Mamma-Café geht stets von 16.30 bis 18 Uhr im Haus der Gesundheit, Pastor-Janßen-Straße 2. Es bietet Hilfestellungen und Informationen und ist kostenfrei. Weitere Informationen geben Daniela Rezek, Tel. 0281 104-1550, und Lisa Quick, Tel. 0281 104-61262. Das Programm liegt im Haus der Gesundheit zum Mitnehmen aus.

(sz)
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