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Mahnwache: Gute Antwort auf die AfD in Wesel

Kommentar : Gute Antwort auf einen AfD-Hetzer

War bisher noch unklar, welchen Kurs die AfD im Kreis Wesel unter ihrem Kreissprecher Renatus Rieger nimmt, so werden mit der Einladung von Stephan Brandner die Frontlinien nun erkennbar.

Wer sich durch die im Internet reichhaltig vorhandene Zitatesammlung des AfD-Politikers Stephan Brandner liest, der kann nur angewidert den Kopf schütteln. Dieser Mann ist vor allem ein Provokateur, und er kokettiert offenbar sogar gern damit, wenn er sich selbst als „Pöbler“ bezeichnet. Wer einen solchen Redner einlädt, der sich antisemitisch, ausländerfeindlich, demokratiefeindlich äußert, der sendet damit ein Signal an den Wähler. War bisher noch unklar, welchen Kurs die AfD im Kreis Wesel unter ihrem Kreissprecher Renatus Rieger nimmt, so werden die Frontlinien nun erkennbar.

Der Weseler Kaiserhof setzt mit seinem Hausverbot ein Signal. Dass er die AfD-Veranstaltung nicht in Gänze absagt, sondern nur Brandner bestraft, wird mancher kritisch sehen. Ein komplettes Verbot aber hätte der AfD nur in die Karten gespielt, weil sie die Opferrolle einnehmen kann. Komplettverbote dürfen immer nur Ultima Ratio sein. Die Mahnwache als demokratische Botschaft ist eine gute Antwort. Wichtig ist: Sie muss friedlich verlaufen. Kapern Linksextremisten diese Veranstaltung und üben Gewalt aus, wäre das ein verheerendes Signal. Brandner würde sich wohl heimlich freuen.

Sebastian

Peters

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(sep)