Wesel: Letztes Ostern in Franziskus vor dem großen Umbau

Wesel: Letztes Ostern in Franziskus vor dem großen Umbau

In der Katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus Wesel, dem Dach für nunmehr neun Kirchen im Stadtgebiet, ist vieles im Umbruch. Neben permanenten Fragen zur personellen Entwicklung in der Großpfarrei sind es besonders Bauprojekte, die den Takt bestimmen. Da mag Umbruch zu negativ klingen und vielleicht eher von Aufbruch zu reden sein. Zum Beispiel für Himmelfahrt in der Innenstadt (RP berichtete mehrfach), aber auch für Franziskus in Schepersfeld. Ende 2016 war man mit dem Immobilienkonzept für die Nikolaus-Liegenschaften in die Überlegungen eingestiegen. Morgen wird hier um 9 Uhr mit der Eucharistiefeier das letzte Osterfest vor dem gleichfalls großen Umbau beginnen.

Aus dem Kirchenschiff von St. Franziskus wird ein Kolumbarium, also eine Halle für Urnen. Das Pfarrheim wird abgerissen und in anderer Form barrierefrei neu gebaut. Die jetzige Werktagskirche wird so integriert, dass ein Zugang zum Schiff bleibt und eine Verbindung zum Neubau räumlich mehr Möglichkeiten bietet. Das alles ist nicht nur mit Urgesteinen der Gemeinde abgestimmt, sondern auch kirchlich und städtisch auf dem Weg. Was dem Leitenden Pfarrer Stefan Sühling und dem ASG-Betriebsleiter Ulrich Streich noch fehlt, das sind die Stempel auf dem Papier. Abrissgenehmigung, Umnutzungsgenehmigung, Baugenehmigung. Gefolgt vom politischen Okay in den städtischen Gremien samt Erbpachtvertrag. Dass alles so kommt, wie vorgesehen, steht außer Frage. Aber wann?

Die Kirchengemeinde jedenfalls steht für ihren Part in den Startlöchern. Die Pläne sind fertig. Die Ausschreibung läuft. Sühling hofft auf Angebote, kann noch keine Angaben zum finanziellen Umfang machen. Wenn der ASG-Betriebsausschuss Mitte April tagt, ist vielleicht im Juni mit dem finalen Beschluss des Stadtrates zu rechnen. Gern würde Pfarrer Sühling noch vor den Sommerferien in einem feierlichen Gottesdienst Streich die Schlüssel für Franziskus übergeben.

  • Wesel : Urnenbestattungen in Franziskus frühestens im Herbst 2018

Klar ist, dass das Gebäude als Kirche erkennbar erhalten bleibt. Da keine Profanisierung des Schiffs stattfindet, sowieso kein Gottesdienststandort grundsätzlich aufgegeben wird, wird auch die Einbindung des künftigen Kolumbariums in Gottesdienste möglich bleiben. Kunst wie die barocke Franziskus-Figur zieht am Ort allerdings mit um. Auch gebe der große Altar laut Sühling so viel Material her, um daraus einen kleineren sowie einen Ambo und ein Taufbecken gestaltenlassen zu können.

Wenn alles optimal läuft, könnte das Pfarrheim in den Sommerferien abgerissen und mit dem Neubau begonnen werden. Der Rohbau wiederum könnte vor dem Winter ein Dach haben sein. Aber nur, wenn ...

(fws)