Letzte Vorbereitungen in Dingden: Freibadsaison startet am 1. Mai

Letzte Vorbereitungen in Dingden : Freibadsaison startet am 1. Mai

In Dingden geht es in den nächsten Tagen los, die letzten Vorbereitungen laufen. Insgesamt 48 Ehrenamtliche stehen in den kommenden Wochen für das Kassenteam und als Rettungsschwimmer bereit.

Im April war es oft sonnig und warm. Jetzt folgte der Temperatursturz. Doch die 48 Ehrenamtler des Freibadvereins Dingden glauben fest an heiße Tage und eine erfolgreiche Badesaison 2019. Anschwimmen ist am Mittwoch, 1. Mai, in der Zeit von 9 bis 11 Uhr. Und aktuell wird kräftig daran gearbeitet, dass die vielen Gäste des Freibades an der Krechtinger Straße eine gepflegte Anlage vorfinden. Pflasterer verlegen derzeit, ein Wasserrohrbruch musste beseitigt werden, weil das Becken auffällig viel Wasser verloren hatte. Im Technikkeller steht die Wartung eines Behälters für die Wasseraufbereitung an.

„Man kann schon reinspringen und erste Runden drehen“, sagt Helmut Wisniewski vom Freibadverein. Er steckt den Finger ins Wasser. „22 Grad warm.“ Vorgeheizt ist also schon, bis 26 Grad wird das Schwimmbecken in der Saison haben. Bürgermeister Bernd Romanski wird es als einer der ersten testen am Maifeiertag, wahlweise und je nach Wetterlage im Neoprenanzug oder in der Badehose.

Verlost wird zum Auftakt ein Rundflug über Hamminkeln. Für alle Interessenten ist der Eintritt frei. Sonst kommen nur Vereinsmitglieder herein, aber es ist preiswert, eins zu werden (Infobox). Dies hat damit zu tun, dass es in Dingden eine ungewöhnliche Kombination ehrenamtlichen und städtischen Betriebs gibt. Vom 1. Mai bis zum 7. Juli führt der Freibadverein die Geschäfte und hält das nötige Personal vor. Ab dann bis zum Saisonende übernimmt die Stadt mit eigenen Kräften die Regie. Das hat sich bewährt. Die Stadt sorgt auch für die technischen Arbeiten. Nur so konnte das Freibad erhalten bleiben.

Im Mai 2000 übernahm der Freibadverein mit dem Vorsitzenden Wisniewski das Freibad, als es totgeschrumpft zu werden drohte. „Wir haben ein tolles Team“, sagt Vize-Vorsitzende Ulla Terörde. Dazu gehören auch die Rettungsschwimmer, die der Verein selbst ausbildet. Alle Jahre wieder hat der Freibadverein Neues zu bieten. Diesmal ist es ein Spielgerät direkt am Plantschbecken, damit die Kinder besser beaufsichtigt werden können. Aufprallschutz unter der Schaukel muss noch installiert werden.

Auf der Wiese hat der findige Wisniewski auf eine besondere Entwicklung reagiert. Inmitten von hochgewachsenen Bäumen hat er eine Teleskopstange in den Boden gerammt. An einer langen Leine fliegt eine Plastikkrähe bis zu sieben Meter hoch durch die Luft. Sie dient als künstliche Konkurrenz für die Krähen, die in einer Kolonie auf dem nahen Friedhof wohnen und dort für viel Ärger sorgen.

Die Angst der Freibadler, dass die Krähen den Nistplatz am Becken entdecken, ist groß. Das Badevergnügen wäre dann wohl sehr beeinträchtigt. Das wäre schade, denn das Freibad Dingden bietet ein Erlebnisbecken mit Wasserrutsche, Wand- und Bodensprudlern, Nackendusche und ein Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken, in dem man planschen und toben, aber auch in Ruhe seine 25-Meter-Bahnen ziehen kann. Ein Plantschbecken für die Bambini und nicht zuletzt ein Sprungbrett kommen dazu. Die üppige Außenfläche verfügt unter anderem über Sonn- und Ruhemöglichkeiten.