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Lebensmittelmarkt an Erler Straße in Schermbeck könnte 2023 eröffnen

Schermbeck : Lebensmittelmarkt an Erler Straße könnte Anfang 2023 eröffnen

Architekt Johannes Brilo stellte am Donnerstag das Vorhaben im Schermbecker Planungs- und Umweltausschuss vor. Es stieß im Ausschuss auf eine große Zustimmung, vor allem wegen der Schaffung von Sozialwohnungen.

Mit der künftigen Bebauung des Bereiches im Umfeld des ehemaligen Edeka-Marktes an der Erler Straße hat sich am Donnerstag der Schermbecker Planungs- und Umweltausschuss befasst. Zwischen Erler Straße und Heinestraße, zwischen Pfarrheim der Katholischen Kirchengemeinde St. Ludgerus und Sparkasse wollen die beiden Schermbecker Architekten Johannes Brilo und Lars Rexforth eine Planung umsetzen, die Brilo am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit vorstellte.

Offen blieb zunächst welcher Lebensmittelbetrieb sich dort ansiedeln wird. Bislang gab es zwei Interessenten. Wer den Zuschlag erhalten hat, soll im Rahmen einer Pressekonferenz am 23. Juni der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im westlichen Bereich nahe der Heinestraße entsteht ein Gebäude, in dessen unterem Bereich eine Verkaufsfläche mit einer Nettofläche von 1700 Quadratmeter geschaffen wird. Nach Norden hin weist der Verkaufsraum eine geschlossene Fassade auf, sodass in Richtung Wohnbebauung deutlich weniger Lärmbelästigungen entstehen können. Über dieser Verkaufsfläche wird es eine zweigeschossige Bebauung geben, Dort sollen 24 barrierefreie Wohnungen mit einer Größe zwischen 50 und 80 Quadratmeter entstehen, die sozial gefördert werden. Die Belieferung des Lebensmittelmarktes erfolgt von der Erler Straße aus. Einfahrende Lkw brauchen nach der Belieferung nicht zu wenden, sondern verlassen weiter südlich wieder das Gelände zur Erler Straße hin. Zwischen dem neuen Gebäude und der Erler Straße entstehen 41 Parkplätze.

Diese Visualisierung zeigt, wie sich die Kombination aus Einkaufsmarkt und Wohnen von der Rückseite aus gesehen an der Heinestraße darstellen könnte. Foto: BRA

Als Zeitschiene für das gesamte Vorhaben nannte Johannes Brilo, dass der Bauantrag Anfang des Jahres 2021 gestellt werden soll. Der Baubeginn ist für den Mai 2021 vorgesehen, die Öffnung des Lebensmittelmarktes für Anfang 2023. Die Planungen stießen im Ausschuss auf eine große Zustimmung, vor allem wegen der Schaffung von Sozialwohnungen. Als Vertreter des Seniorenbeirats gab Manfred Knappernatus zu bedenken, dass die geplante verkehrliche Erschließung von der Erler Straße aus die Fußgänger gefährden könnte.

Nach der Vorstellung der Bebauung fasste der Ausschuss mehrere einstimmige Beschlüsse. Der Flächennutzungsplan musste geändert werden. Großflächige Einzelhandelsbetriebe sind nämlich außer in Kerngebieten nur in den hierfür festgesetzten Sondergebieten zulässig. Der gültige Flächennutzungsplan sieht aber für den geplanten Standort nur „gemischte Baufläche“ und „Wohnbaufläche“ vor. Der Einzelhandelsbetrieb ist aber im Sinne des Gesetzes großflächig, wenn die Geschossfläche 1200 Quadratmeter überschreitet und man davon ausgehen muss, dass der Einzelhandelsbetrieb gewisse Auswirkungen auf die infrastrukturelle Ausstattung, den Verkehr, die Entwicklung zentraler Versorgungsbereiche innerhalb der Gemeinde und anderer Gemeinden hat.

Der Schermbecker Ausschuss beschloss außerdem die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 14 „Lebensmittelmarkt an der Erler Straße“. Außerdem mussten die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses für die achte Änderung des Bebauungsplanes Nr. 15 „Erler Straße West“ und die dritte Änderung des Bebauungsplanes Nr. 17.1 „Ortskern Nord“ beschlossen werden.

(hs)