1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Landrat bittet Firmen im Kreis Wesel um Hilfe bei Coronaschutz

Kreis Wesel : Landrat bittet Firmen um Hilfe bei Coronaschutz

„Ich bitte um die Unterstützung der Unternehmen im Kreis Wesel, dringend benötigte Materialien sind auf dem freien Markt kaum noch beschaffbar“, sagt der Weseler Landrat Ansgar Müller. Eine Lösung für die fehlenden Testzentren ist noch nicht hergestellt.

Es ist ein Appell, der die Notlage in der Kreisverwaltung zeigt: Landrat Ansgar Müller (SPD) bittet jetzt die heimische Wirtschaft um Unterstützung bei der Beschaffung von Corona-Kleidung und Mundschutz. „Es bedarf großer Anstrengungen zur Durchbrechung von Infektionsketten und Eindämmung von Corona“, sagt Müller. „Mir ist bewusst, dass die Wirtschaft in dieser Lage vor der riesigen Aufgabe steht, Zukunftssicherung im Sinne ihrer Beschäftigten zu betreiben. Ich bitte dennoch um die Unterstützung der Unternehmen im Kreis Wesel, dringend benötigte Materialien sind auf dem freien Markt kaum noch beschaffbar.“ Neben dem notwendigen Material zur Versorgung medizinischer und anderer kritischer Infrastrukturen bittet der Landrat auch um Hinweise auf noch funktionierende Beschaffungswege. „Die Unternehmen verfügen über andere Kontakte und Strukturen als die Kreisverwaltung. Vielleicht finden wir so noch eine Möglichkeit, an Materialien wie Desinfektionsmittel oder Schutzmasken zu kommen“, erläutert Müller. „Im Kreis Wesel gibt es zum Beispiel eine Vielzahl von Unternehmen der chemischen Industrie, die uns hier vielleicht weiterhelfen können. Wenn wir uns zusammentun, können wir gemeinsam die Lage verbessern. Denn nur mit ausreichender Ausstattung kann die weitere Verbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.“

Die Zahl der labordiagnostischen nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus (Covid-19) im Kreis liegt bei 192. Am Vortag waren es 176 Fälle. Die Fallzahl ist also weiter moderat steigend. Es ist aber zu berücksichtigen, dass der Kreis seit Dienstag nicht mehr ausreichend Testkapazität in den Laboren hat und deshalb derzeit in den dezentralen Abstrichzentren nicht getestet werden kann. Dafür lieferte der Kreis auch am Donnerstag noch keine Lösung. In Hamminkeln gibt es 17 Infizierte, in Schermbeck 13 und in Wesel 22.