Wesel: Landmarke der alten Brücke: "Zu mickrig"

Wesel: Landmarke der alten Brücke: "Zu mickrig"

Ein Stückchen Erinnerung an Wesels alte Rheinbrücke bleibt erhalten. Wie Helmut Reinsch, Ingenieur beim Landesbetrieb Straßen NRW, gestern im Ausschuss für Kultur und Stadtmarketing sagte, soll ein Eisen-Knoten vom optisch markanten Fachwerk des alten Übergangs – also ein Punkt, an dem sich die Diagonalen der Konstruktion treffen – auf einen Betonsockel gesetzt werden und so einen Haltepunkt für Radler markieren. Platziert werden soll das alte Stück auf Büdericher Seite an der alten Rampe der B 58. "Direkt am Radweg ist ein schönes Plätzchen für Radtouristen, die gleichzeitig einen Blick auf die elegant neue Rheinbrücke haben", sagte er.

Bloß: Das Brücken-Denkmal, gerne auch als "Landmarke" bezeichnet, wird laut Landesbetrieb samt Betonsockel nur 1,50 Meter hoch. "Das ist zu mickrig, wir wollen ein komplettes W der Eisenstreben erhalten", so Volker Haubitz (CDU). So sehen es auch SPD und FDP. "Eine größere Landmarke ist eine Frage der Kosten. Straßen NRW wird das kaum bezahlen, aber wir können es versuchen", so Reinsch. Dr. Jörg Empt vom Niederrheinsichen Kunstverein regte an, sich von der aktuellen Landmarken-Ausstellung in Oberhausen inspirieren zu lassen. Dazu will der Landesbetrieb an die im Zuge der Deichsanierung ans Tageslicht gekommenen Reste des Fort Blüchers erinnern, die weichen mussten. Nun sollen die Umrisse in der Pflasterung nachempfunden werden. Bestens passen würden Tafeln mit Informationen am Rhein-Radwanderweg.

Duden-Büste: Standort umstritten

Kritik am nichts sagenden Standort der Duden-Büste gegenüber der Einfahrt zu Edeka Komp an der Zufahrt Eckweg übte die CDU. Mehrere Vereine seien nicht einverstanden damit, die geplante Bebauung der Lackhausener Mitte schaffe eine andere Rahmenbedingung. Die Mehrheit verwies auf die Zustimmung des Bürgerforums. Am Ende stimmte die CDU doch zu.

(RP)