Wesel: Kritische Töne nach Ende der Zeelink-Erörterung

Wesel: Kritische Töne nach Ende der Zeelink-Erörterung

Die Erörterung des geplanten Neubaus der Erdgasfernleitung "Zeelink" ist gestern Mittag zu Ende gegangen. Knapp zehn private Einwender - fünf davon aus Hünxe - nahmen nach Angaben der Bezirksregierung Düsseldorf am dritten und letzten Verhandlungstag in Neuss teil. Der Behörde zufolge wurden alle Aspekte der Planung unter dem Punkt "Verschiedenes" noch einmal angeschnitten, der Schwerpunkt der Argumente aber habe auf dem befürchteten Wertverlust des Eigentums gelegen. Nach Ende der Anhörung folgten drei Einzelerörterungen, bei denen Einwender unter Ausschluss der anderen ihr Anliegen der Bezirksregierung und der Zeelink-Firma Open Grid Europe vortrugen.

Die Erörterung hat nach Ansicht von Rainer Rehbein, einer der Sprecher der Hünxer Initiative gegen die Gaspipeline, aufgezeigt, "wie wenig" sich das Unternehmen mit den Einwendungen auseinandersetze. Man habe einen Vorschlag für eine Alternativtrasse gemacht, die Drevenack "weit umfahre". Die Firma habe entgegen gehalten, dass die Variante 180 Meter länger sei und die Autobahn zweimal unterquere, dabei finde dies nur einmal statt, erklärt Rehbein. In einzelnen Punkten sei gestern auch das Thema Sicherheit der Leitung aufs Tapet gebracht worden: Eine Kritik ging dahin, dass Naturschutzaspekte dem Schutz der Menschen vorgezogen und zudem die Kosten eine tragende Rolle spielen würden.

Die Verhandlungsleitung bewertete Rehbein gestern als sehr sachlich und sehr entgegenkommend. Diese habe Fragen zu Themen, die bereits am ersten Tag behandelt worden waren, nochmal zugelassen.

(P. K.)
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