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Kreis Wesel: Jugendberufsagentur ist ein funktionierendes Netzwerk

Ausbildungsinitiative Kreis Wesel Präsentiert von Altana (Folge 13) : Ein funktionierendes Netzwerk

Die Jugendberufsagentur ist ein erfolgreiches Instrument, um Jugendlichen auf dem Weg ins Berufsleben zu helfen. Ein Blick auf deren Arbeit zeigt das. Welche Unterstützung junge Menschen erhalten können.

Markus Brandenbusch ist froh, dass „dieses Thema mal in den Vordergrund gerückt wird“. Der Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Wesel ist nämlich davon überzeugt, dass die Jugendberufsagentur, kurz JuBA, „eine sehr gute Sache ist“. Zustimmung erhält er dabei von seinen Mitstreitern, die diese Einrichtung erst zu diesem funktionierenden Instrument machen. Denn die Jugendberufsagentur ist ein gemeinsames Organ der Berufsberatung der Arbeitsagentur Wesel, des Jobcenters des Kreises Wesel sowie der beteiligten Kommunen und Jugendhilfeträger.

„Unser aller Ziel ist es ja, das keine Jugendlichen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz verloren gehen sollen. Und auf diesem Weg können wir uns prima ergänzen“, sagt Michael Müller, der für den Jobcenter des Kreises Wesel spricht. „Jede beteiligte Institution hat ihre Instrumente, die sie einbringen kann. Und letztlich zählt ja nur, dass dem Jugendlichen geholfen wird“, so Tim Steinrötter vom Kreis Wesel, der mit dem Projekt Jugendberufsagentur betraut ist.

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2015 wurde die Jugendberufsagentur ins Leben gerufen. Heute ist sie an vier Stellen im Kreis vertreten. Neben Wesel sind Moers, Dinslaken und Kamp-Lintfort die weiteren Standorte. Wie eng das Netz der JuBA gesponnen ist, zeigt auch, dass weitere regionale Partner mit im Boot sind. Dazu zählen beispielsweise die Jugendämter sämtlicher Kommunen. Auch die Schulen und insbesondere die Schulsozialarbeiter sind mit von der Partie.

„Es ist ein gutes Netzwerk, das Angebot wird gut angenommen. Es hat sich mittlerweile bewährt“, sagt Markus Brandenbusch. Wobei alle drei Seiten klarstellen, dass die Jugendberufsagentur nun nicht das Nonplusultra für jeden jungen Menschen sein muss. „Wenn ein Jugendlicher oder eine Jugendliche auf einem anderen Weg einen Ausbildungsplatz findet, ist das vollkommen okay“, so Müller, der deutlich macht, dass die Jugendberufsagentur vor allem dann ins Spiel kommt, wenn sich die Suche nach dem Ausbildungsplatz etwas problematischer gestaltet.

Und dann ist es eben gut, wenn mehrere Instanzen an einem Strang ziehen, ohne dass auf Zuständigkeiten geachtet wird. „Je nach Bedarf holen wir den anderen Partner dann mit hinzu“, sagt Brandenbusch. Ein erster Kontakt zur Jugendberusagentur kann auch über eine Hotline geknüpft werden. Sie ist unter 0281 3620-800 von montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 15 Uhr sowie freitags von 8 bis 13 Uhr erreichbar. Die JuBa will spätestens im Oktober auch im Internet mit einer eigenen Homepage an den Start gehen.

Wie tief die Jugendberufsagentur in mögliche Problematiken einsteigt, zeigen auch zwei weitere Beispiele. „Wir haben auch ein Angebot für obdachlose Jugendliche. Da geht es natürlich vornehmlich erst einmal darum, sie ins Sozialsystem zurückzuführen. Dabei arbeiten wir eng mit Streetworkern zusammen“, sagt Tim Steinrötter. Und auch die Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ wird von der JuBA unterstützt. Hierbei geht es um junge Menschen ohne Bleiberecht, die auf ihrem Weg, in Ausbildung oder Arbeit zu kommen, unterstützt werden sollen. Denn neben der Sprache sind Bildung und Arbeit fundamentale Schlüssel für eine gelingende Integration.

Abschließend wirft Michael Müller noch einen Blick auf den derzeitigen Stand auf dem Ausbildungsmarkt. „Wir befinden uns im Schlussspurt und versuchen, auch die letzten Jugendlichen, die jetzt noch keinen Ausbildungsplatz haben, unterzubringen.“ Freie Ausbildungsstellen gibt es derzeit vor allem noch für die Berufe Anlagenmechaniker, Sanitär,- Heizungs- und Klimatechnik, Bauzeichner, Elektroanlagenmonteur, Hörakustiker, Hotelfachmann/frau, Mechatroniker und Zerspanungsmechaniker.