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Kreis Wesel: Große Unterschiede bei der Hundesteuer

Kreis Wesel : Große Unterschiede bei der Hundesteuer

Je nach Wohnort liegen die Sätze teils sehr weit auseinander. Das geht aus der jüngsten Erhebung des Bundes der Steuerzahler hervor.

Ein Hund kann Frau- und Herrchen teuer zu stehen kommen. Das muss nicht unbedingt am individuellen Appetit oder der Größe des jeweiligen Vierbeiners liegen. Denn große Unterschiede gibt es bei der kommunal erhobenen Hundesteuer.

Je nach Wohnort liegen die Sätze teils sehr weit auseinander. Dabei ist es aus Sicht des Bundes der Steuerzahler (BdSt) eine Bagatellsteuer, die in Nordrhein-Westfalen abgeschafft gehört. Kostet die Haltung eines Hundes in Verl gerade mal 25 Euro im Jahr, so sind in Hagen stolze 180 Euro an die Stadtkasse zu überweisen. Das geht aus der jüngsten Erhebung des BdSt für NRW hervor, die auch im Kreis Wesel erhebliche Differenzen ausweist.

Hamminkeln liegt mit 54 Euro im Jahr im absolut günstigen Bereich. Alpen kann sich mit 66 Euro ebenfalls sehen lassen, gefolgt von Schermbeck mit 72 und Rheinberg mit 80 Euro. Voerde (88), Wesel (94) und Hünxe (96) rangieren ziemlich genau im Mittelfeld, während Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn mit jeweils 100 Euro bereits in der Dreistelligkeit angelangt sind. Am teuersten ist die Liebe zum Hund im Kreis Wesel in Dinslaken und in Moers, wo jeweils 120 Euro Hundesteuer anfallen.

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Ins Ranking eingegangen sind Daten aus 338 Kommunen in Nordrhein-Westfalen mit den höch­sten Einwohnerzahlen. Positiv hält der BdSt dabei fest, dass nur 15 der untersuchten Kommunen die Hundesteuer in diesem Jahr erhöht haben. Auffällig sei, dass die Hundesteuer in den kreisfreien Städten besonders hoch angesetzt werde. Die 13 Städte mit der höchsten Hundesteuer fallen in diese Kategorie. Tierfreunde, die zwei Hunde halten, zahlen in Wuppertal (288 Euro/Jahr), Leverkusen (264) und Mülheim (220) am meisten. Ab dem dritten Hund ist Bedburg mit 350 Euro im Jahr der Spitzenreiter.

Besitzer von gefährlichen Hunden zahlen in 82 der untersuchten Kommunen den gleichen Steuersatz wie Halter anderer Hunderassen. Die restlichen Kommunen erheben einen erhöhten Steuersatz. „Die Hundesteuer ist als Bagatellsteuer nicht mehr zeitgemäß“, sagt Eberhard Kanski, stellvertretender Landesvorsitzender des BdSt. Sie nehme so gut wie keine Rücksicht auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Steuerzahler. Ferner seien Erhebungs- und Kontrollaufwand hoch, das Aufkommen im Vergleich zu klassischen Kommunalsteuern, wie Grund- und Gewerbesteuer, aber eher unbedeutend.

(fws)