Welche Schritte helfen bei der bleibenden Problematik? Kies-Fragen müssen sofort gelöst werden

Analyse | Kreis Wesel · Das Oberverwaltungsgericht Münster hat entschieden, dass der Landesentwicklungsplan in Sachen Kiesabbau hinfällig ist. Das hat die klagenden Kommunen am Niederrhein aufatmen lassen. Was aber fehlt, ist der Ausstiegsplan, der allen hilft.

 Kies und Sand – hier eine Szene aus dem Hülskens-Kieswerk in Weeze – sind wichtige, aber endliche Rohstoffe.

Kies und Sand – hier eine Szene aus dem Hülskens-Kieswerk in Weeze – sind wichtige, aber endliche Rohstoffe.

Foto: dpa/Oliver Berg

Wenn es um Kies und Sand geht, scheiden sich am Niederrhein schnell die Geister. Mit geradezu religiösem Eifer kämpfen Abgrabungsgegner für den Erhalt der Landschaft. Endzeitstimmung verbreitet auch die Rohstoff-Industrie gern, wenn sie die Versorgung der Baugewerke gefährdet sieht. An beidem ist was dran, wobei das jüngste Urteil des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) Münster die Sache nicht leichter macht. Es hat die 2019 von der Landesregierung verabschiedete Verlängerung der Versorgungszeiträume für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher Bodenschätze von 20 auf 25 Jahre für rechtswidrig erklärt.