Kreis Wesel: Ferienbeginn wirkt sich auf Arbeitsmarkt aus

Kreis Wesel : Ferienbeginn wirkt sich auf Arbeitsmarkt aus

Insgesamt stehen aktuell rund 5000 Stellen zur Besetzung offen. Bedarf meldeten die lokalen Arbeitgeber insbesondere in den Bereichen Handel, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe und Arbeitnehmerüberlassung.

15.341 Personen waren im Juli 2018 im Kreis Wesel arbeitslos gemeldet. Das sind 239 Personen oder 1,6 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Positiv fällt der Vorjahresvergleich aus. Aktuell sind 1514 Personen oder neun Prozent weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote stieg seit dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug die Quote sieben Prozent.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit, SGB III) waren im Kreis Wesel im Berichtsmonat 4545 Arbeitslose gemeldet. Das sind im Vergleich zu Juni 306 Personen oder 7,2 Prozent mehr. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Arbeitslosigkeit um 330 Personen oder 6,8 Prozent niedriger. Im Bereich der Grundsicherung (Jobcenter Kreis Wesel, SGB II) werden aktuell 10.796 arbeitslose erwerbsfähige Hilfebedürftige betreut. Das sind 67 Personen oder 0,6 Prozent weniger als im Vormonat und 1184 Personen oder 9,9 Prozent weniger als im Juli 2017. Darüber hinaus weist die Bundesagentur für Arbeit monatlich die Unterbeschäftigung aus. Als Unterbeschäftigte zählen nicht nur Arbeitslose, sondern auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit. Im Juli nahm die Zahl der Unterbeschäftigten im Kreis Wesel um 135 Personen oder 0,7 Prozent auf 19.908 Personen zu. Es sind 1229 Personen oder 5,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Unternehmen und Behörden im Kreis Wesel meldeten im Juli 1651 offene Stellen. Insgesamt stehen aktuell 5158 Stellen zur Besetzung offen, das sind 473 Stellen oder 10,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Bedarf meldeten die lokalen Arbeitgeber insbesondere in den Bereichen Handel, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe und Arbeitnehmerüberlassung.

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„Im Juli haben sich 330 junge Menschen nach ihrer betrieblichen Ausbildung arbeitslos gemeldet. Das hat zum Anstieg der Arbeitslosigkeit beigetragen, ist aber eine übliche Entwicklung, mit der zu rechnen war“, sagt Arbeitsagentur-Chefin Barbara Ossyra. „Zudem sind qualifizierte Kräfte bei den Unternehmen begehrt, sodass diese Menschen in den nächsten Wochen auf dem Arbeitsmarkt unterkommen werden.“ Schwieriger werde es für Arbeitssuchende ohne aktuelle Qualifikationen. „Hier steuern wir mit Weiterbildungen und Arbeitsmarktprojekten dagegen.“

(RP)
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