Kreis Wesel: FDP/VWG kritisiert Müllpreis-Kalkulation

Kreis Wesel: FDP/VWG kritisiert die Müllpreis-Kalkulation

Der Entsorgungsvertrag des Kreises Wesel wird bis 2025 mit der Kreis Weseler Abfallgesellschaft (KWA) verlängert. So will es die politische Mehrheit, doch für die FDP/VWG-Fraktion im Weseler Kreistag ist das ein Unding.

„Geheimsache Abfallgebühren“ titelte Vorsitzender Rainer Mull am Donnerstag eine Mitteilung, in der er das Vorgehen scharf kritisiert, und von einem „Hauruckverfahren während der laufenden Fußball WM“ spricht. Weil die Kreisverwaltung sich geweigert habe, vorher die Räte der Kommunen anzuhören und Kalkulationsgrundlagen der Gebühren ab 2021 offenzulegen, habe die FDP/VWG nicht zugestimmt. Hätten die Räte die Zahlen erfahren, wäre der Aufschrei groß gewesen, sagte Mull.

Die Fraktion um Mull sieht den Bürger klar im Nachteil gegenüber Nachbarn, die beispielsweise eine Tonne Hausmüll für rund 80 Euro entsorgen lassen können. Im Kreis Wesel werden 207 Euro je Tonne als Leistungsgebühr erhoben, ferner 21.50 Euro als Grundgebühr pro Einwohner. Damit sei der Kreis Wesel deutschlandweit auf einem negativen Spitzenplatz.

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