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Kreis Wesel: Coronavirus - 36 neue Fälle am Montag, 29. Juni

36 neue Fälle am Montag im Kreis Wesel : Ausbruch in Dönerbetrieb sorgt für weiter steigende Coronazahlen

Der Corona-Ausbruch im Dönerbetrieb Öztas in Moers wirkt sich weiter auf die gemeldeten Fallzahlen im Kreis Wesel aus: 36 neue Fälle sind am Montag vermeldet worden.

31 der insgesamt 36 neuen Corona-Meldungen sind in Moers lokalisierbar. Im Zusammenhang mit den in der vergangenen Woche aufgetretenen Infektionen beim Dönerproduzenten Öztas spricht der Kreis jetzt von 105 Fällen. 85 Mitarbeiter und 20 Kontaktpersonen wurden demnach positiv getestet.

In einer früheren Version des Artikels war von aktuell 85 Fällen aus dem Öztas-Umfeld die Rede. Der Kreis Wesel hat seine Angaben im Laufe des Montags korrigiert. So wurden zunächst 17 im Rahmen des Nachtests festgestellte Infektionen aus der vergangenen Woche nicht mit eingerechnet.

Insgesamt wurden bei Öztas 260 Mitarbeiter getestet, am Freitagnachmittag standen noch 26 Ergebnisse aus. Wie viele dieser Testungen des Moerser Betriebes schon ausgewertet sind, konnte der Kreis am Montag zunächst nicht mitteilen.

Der linksrheinische Kreis Wesel entwickelt sich damit weiter zu einem Corona-Schwerpunkt in der Region. Nach aktuellen Berechnungen des Kreises gibt es nunmehr 784 Personen, bei denen im Kreis Wesel das Coronavirus nachgewiesen wurde, das sind 36 mehr als am Freitag. 604 Personen gelten als genesen (Freitag: 599). 25 Personen sind verstorben, nach denen bei ihnen das Virus nachgewiesen worden war.

Insgesamt steigen die Neuinfektionen durch die Entwicklung im Zusammenhang mit dem Moerser Fleischunternehmen Öztas deutlich. Dies hat Auswirkungen auf die Inzidenzzahl. Für die Berechnung der Inzidenz werden die Neuinfektionen der letzten sieben Tage addiert. In den vergangenen Wochen verzeichnete der Kreis Wesel nur eine geringe Anzahl an Neuinfektionen, nun ist die Zahl in kurzer Zeit durch den Fall in Moers verhältnismäßig stark angestiegen. Dies wirkt sich heute und in den folgenden Tagen auf die Inzidenz aus. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis Wesel liegt damit bei 23,7. Die 7-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage bezogen auf jeweils 100.000 Einwohner gemeldet wurden. Auf Bundesebene gab es eine Einigung, wonach bei einem Wert von mehr als 50 neu über die Lockerungen nachgedacht werden müsse.

Am Mittwoch hatte der Kreis Wesel Informationen unserer Redaktion bestätigt, wonach mehrere Mitarbeiter einer Fleischfabrik in Moers positiv auf das Coronavirus getestet worden sind.

Für die einzelnen Städte und Gemeinden wurden vom Kreis Wesel am Mittwoch folgende Zahlen gemeldet (Stand: 29. Juni 2020, 12 Uhr):

Alpen (12.450 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 15, davon genesen: 15.

Dinslaken (67.469 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 105, davon genesen: 94. Gestorben: 2.

Hamminkeln (26.861 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 38, davon genesen: 35. Gestorben: 1.

Hünxe (13.532 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 29, davon genesen: 27. Gestorben: 2.

Kamp-Lintfort (37.425 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 72, davon genesen: 48. Gestorben: 7.

Moers (103.680 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 236, davon genesen: 122. Gestorben: 4.

Neukirchen-Vluyn (26.991 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 42, davon genesen: 38. Gestorben: 3.

Rheinberg (31.004 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 49, davon genesen: 46.

Schermbeck (13.643 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 40, davon genesen: 37.

Sonsbeck (8725 Einwohner) Nachgewiesene Infektion: 16, davon genesen: 13. Gestorben: 3.

Voerde (35.996 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 58, davon genesen: 54.

Wesel (60.295 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 59, davon genesen: 52. Gestorben: 1.

Xanten (21.644 Einwohner) Nachgewiesene Infektion: 25, davon genesen: 23. Gestorben: 2.

Kreis Wesel insgesamt (459.715 Einwohner) Nachgewiesene Infektionen: 784, davon genesen: 604, gestorben: 25.

Quelle: Kreis Wesel. Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf den Stand vom 30. Juni 2019.

Die Meldedaten werden mit jenen, bereits verifizierten Daten abgeglichen, die auch der Bezirksregierung gemeldet werden müssen. Daraus ergibt sich eine leichte zeitliche Verzögerung der Erfassung der noch immer steigenden Infektionszahlen. Damit wird aber auch verhindert, dass Doppelmeldungen das Zahlenbild verzerren. Die erforderlichen Maßnahmen wurden seitens des Fachdienstes Gesundheitswesen des Kreises Wesel eingeleitet, insbesondere werden die Kontaktpersonen ermittelt und informiert, teilte der Kreis mit.

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