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Kreis Wesel: Alarmsignal warnt Wildtiere vor Grasschnitt

Technik rettet Rehe : Alarmsignal warnt Wildtiere vor Grasschnitt

Das Alarmgerät wird vorne am Trecker befestigt. Der Wildretter sendet fünf Hektar weit einen durchdringenden Alarmton mit 105 Dezibel Schalldruck aus. Rehkitze, Hasen und andere Wildtiere werden gewarnt, dass Gefahr im Verzug ist.

Um Wildtiere beim Grasschnitt zu schützen, setzen die Landwirte der Region auf spezielle Alarmgeräte. Darauf macht die Kreisbauernschaft Wesel nun aufmerksam. „Ende April steht der erste Grasschnitt an. Und für die Landwirte geht es jetzt darum, Maßnahmen zum Schutz von Wildtieren zu ergreifen“, betont Johannes Leuchtenberg, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Wesel. „Tote Kitze in der Grassilage oder in der Heumahd sind ein Anblick, den kein Landwirt möchte“, sagt er ganz deutlich. Unfälle mit Wildtieren ließen sich durch gezielte Maßnahmen größtenteils vermeiden, zum Beispiel durch den Einsatz eines Wildretters, einem Alarmgerät, das die Tiere beim Grasschneiden aufscheucht.

„Zahlreiche Landwirte setzen diese Wildretter ein, um Rehkitze, Hasen und Co. zu schützen“, so der Vorsitzende. Das Alarmgerät wird vorne am Trecker befestigt. Der Wildretter sendet fünf Hektar weit einen durchdringenden Alarmton mit 105 Dezibel Schalldruck aus. Rehkitze, Hasen und andere Wildtiere werden gewarnt, dass Gefahr im Verzug ist, und bringen sich in Sicherheit. Für Landwirte liegt der Vorteil des Wildretters auf der Hand: Es ist nicht nur furchtbar, die Tiere unbeabsichtigt zu verletzen, sondern es verunreinigt zusätzlich auch die Silage. Gerettet werden durch das Alarmgerät fast alle Hasen und Kaninchen ab einem Alter von drei Monaten, erwachsene Fasane, Rehkitze ab dem Alter von etwa drei Wochen und jedes erwachsene Wild. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, das Wild, wie Rehkitze und Hasen, die jetzt ihre Junge aufziehen, vor dem „Mähtod“ zu schützen. „Bauern gehen die Fläche vor der Mahd ab und mähen von innen nach außen, um den Wildtieren einen Fluchtweg zu bieten. Zahlreiche Landwirte verwenden bereits so genannte Wildretter“, hebt Johannes Leuchtenberg hervor. Wichtig ist auch die gute Zusammenarbeit von Jägern und Landwirten. Auch Drohnen, die mithilfe von Wärmebildkameras Rehkitze aufspüren, werden eingesetzt.