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Krankenhaus in Wesel: Marien-Hospital zieht Bilanz bei Geburten

Krankenhaus in Wesel : Klinik zieht Bilanz bei Geburten

Bei den 1315 Geburten im Marien-Hospital kamen 29 Mal Zwillinge zur Welt. Drilling oder Vierlinge gab es im vergangenen Jahr nicht. Trotz Corona dürfen die werdenden Väter auch weiterhin bei der gesamten Geburt dabei sein.

Ein Neujahrsbaby 2021 hatte am 1. Januar bis Redaktionsschluss am Weseler Marien-Hospital noch nicht das Licht der Welt erblickt. Die Leitende Hebamme Silke Theissen zog jedoch eine Bilanz des Jahres 2020: „Wir hatten insgesamt 1315 Geburten. Das letzte Kind des Jahres war ein Mädchen, das am Silvestermorgen um 10.10 Uhr zur Welt kam“, berichtete die Hebamme, die von einer ruhigen Nacht zum Jahreswechsel sprach. Und auch am Neujahrstag selber kündigte sich bis am frühen Abend zunächst kein neuer Erdenbürger in Wesel an, wie sie später ergänzte.

Von den 1344 Mädchen und Jungen, die im Jahr 2020 im Marien-Hospital zur Welt kamen, waren 29 Zwillinge. Drillinge oder gar Vierlinge habe es im vergangenen Jahr nicht gegeben, erklärte Theissen weiter.

Übrigens: Trotz Corona sind die Väter im Kreißsaal willkommen, teilt das Marien-Hospital mit. Die Geburtshilfe im Marien-Hospital erlaubt es den werdenden Vätern, beim gesamten Geburtsverlauf dabei zu sein. „Die Klinik hat das Für und Wider einer solchen Entscheidung sehr kritisch und sorgfältig abgewogen und ist zu der Überzeugung gelangt, dass die Geburt als prägendes Erlebnis für alle Beteiligten gerade in der aktuellen Ausnahmesituation ein stabilisierender Faktor sein kann“, erklärt Chefarzt Prof. Stephan Böhmer die Entscheidung.

An diesem Prozess war die hausinterne „Taskforce Corona“ mit Vertretern aus Geschäftsführung, ärztlichem Direktorium, Pflegemanagement und Hygieneabteilung aktiv beteiligt. Auch die Familienzimmer sind wieder geöffnet. Der werdende Vater kann somit, soweit es die Kapazitäten der Geburtsstation zulassen, mit in dem Zimmer übernachten.

Im gesamten Personal der Geburtshilfe bestehe aktuell kein Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus, heißt es vom Marien-Hospital. Nach Maßgabe des Gesundheitsamtes und den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts werde in Medizin und Pflege alles für eine rundum sichere Geburt getan. Sämtliche damit verbundenen Maßnahmen werden täglich hinterfragt, überprüft und bei Bedarf umgehend angepasst, um Mutter, Kind und Vater zu schützen. „Sie können uns vertrauen“, so Böhmer.

(jok)