Konzert 2019 mit der Band Lanko in Wesel Kulturspielhaus Scala

Traditionelles Neujahreskonzert in Wesel : Große Begeisterung bei Lanko-Konzert

Die Gruppe Lanko trat zum Neujahreskonzert im Kulturspielhaus Scala auf und überzeugte ihre Fans mit einem gelungenen Konzert.

Hilmar Schulz von der Agentur „Kultur.Raum.Zeit“ konnte wieder eine einmal eine „volle Hütte“ melden. Wieder kamen mehr als 250 Fans in das Kulturspielhaus Scala und wollten der bekannten Gruppe Lanko, die schon oft in Wesel aufgetreten ist, zuhören.

Lanko, das sind die exzellent spielenden Musiker Stefan Janßen (Drums), Kees Cuypers (Gitarre und Gesang), Dave Tchorz (Saxophon), Frank Schut, ebenfalls Gitarre und Vocalist, sowie Bert Thompson aus den USA am Bass.

„Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr reingekommen“, begrüßte Kees Cuypers die Gäste. Es herrschte eine wunderbare Club-Atmosphäre beim ersten großen Konzert im neuen Jahr. Es fehlten nur noch die Rauchschwaden, so wie man sie von den echten alten, muffig riechenden Bars kennt, als es noch kein Rauchverbot gab.

2005 entdeckten Frank Schut und sein Schwager Kees Cuypers während einer Jam Session schnell Gemeinsamkeiten beim Musizieren und Improvisieren und spielten locker einige Songs ein. Heute sind sie und ihre drei Mitspieler mehr als nur eine x-beliebige Jazz-Combo. Sie beherrschen Blues, Folk, Latin, Rock, Balladen und auch Finnisches (einen Tango beispielsweise, der sich im Vergleich zu den bekannten argentinischen Tangos ganz anders anhört). All dies wurde dem Publikum geboten.

Sämtliche Stücke wurden begeistert aufgenommen. Lanko erhielt viel Beifall und Szenenapplaus für solistische Beiträge. Exzellente Gitarren-Klänge wurden beispielsweise vom Saxophon mit einer dezenten Melancholie unterlegt. Da passte wirklich alles zusammen. Die Spielfreude war den Musikern anzusehen. Ein Blick genügte – und alle harmonierten. Vereinzelt kamen auch Instrumente, wie das Akkordeon, die Blues-Harmonika und eine Melodica zum Vorschein. Viele Eigenkompositionen wurden vorgetragen mit Titeln wie „Die Unschuld schläft“ (auf Finnisch), „Der sündhafte Regen“ im Stil der Gruppe Santana oder Kompositionen im Gypsy-Sound. Gut gefiel das Stück „A view up to the sky“, in dem abwechselnde Saxophon- und Gitarrensoli die Höhepunkte vor einem schnellen Rhythmus sind und dennoch eine verträumte Melodie ergeben.

Auch die Neu-Interpretation von „Come together“, ein Song der weltberühmten Beatles, war wirklich klasse. Die Cover-Version war weit finsterer als das Original. Dabei gibt es bei diesen Musikern fast keine Proben. Neue Stücke werden über das Internet per E-Mail ausgetauscht und erst beim Soundcheck vor Konzerten angespielt. Das macht Spontanität aus. Und so entwickelt sich ein überaus spannendes Zusammenspiel. Das ist eben Lanko, eine Band, die sich wieder einmal von ihrer besten Seite gezeigt hat. Ein tolles Neujahrskonzert wurde mit viel Beifall bedacht.