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Kommentar zur erneuten Kandidatur von Bernd Romanski in Hamminkeln

Kommentar : Also doch!

Nach fünf Jahren sitzt Bernd Romanski so fest im Sattel, dass er Favorit bei der Bürgermeisterwahl ist. Einfacher hätte er es wohl, wenn er als parteiloser Kandidat anträte.

Bernd Romanski ist in sich gegangen, hat die Argumente gewogen und die Situation bewertet. Doch in Wirklichkeit kann er nicht anders, als wieder anzutreten als Bürgermeister. Das lange Zaudern hatte gute, auch persönliche Gründe. Doch der Verwaltungschef hat vor allem Spaß am Job, er will Hamminkeln voranbringen und hört auch gerne Lob. Romanski hat begonnen beim Hochwasser als Kompetenzen überschreitender Tatmensch am Isseldeich. Heute handelt er entschlossen in der Corona-Krise. Das kam und kommt an. Er ist aber auch Machtmensch, der sich durchsetzt und trickreich verhandelt, was Spuren hinterlässt. Und er ist SPD-Mann, der die parteiübergreifende Karte spielt. Einfacher hätte er es als parteiloser Kandidat. Nach fünf Jahren sitzt er so fest im Sattel, dass er Favorit bei der Bürgermeisterwahl ist. Der Grüne Flaswinkel wird Romanskis Gegner und die eigene Klientel anlocken. Andreas Lips aus Moers ist für die CDU eher ein Verlegenheitskandidat, damit die größte Fraktion überhaupt jemanden aufweisen kann. Romanski ist also an Top gesetzt. Ob von seinem Glanz etwas für seine Partei, die SPD, abfällt, ist zweifelhaft. Am Dienstag kamen solche Hoffnungen hoch. Doch wo ist die politische Leistung, die das rechtfertigt? Denkt man in Hamminkeln an die SPD, dann denkt man: „Romanski.“ Thomas Hesse

(thh)