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Kommentar: Eintrittsgeld am Auesee in Wesel?

Kommentar : Wesel - das Mallorca des Ruhrgebiets?

Besucherströme aus dem Ruhrgebiet nach Wesel: Sollte man am Auesee Eintrittsgeld kassieren, damit dort die Regeln besser eingehalten werden? Wir kommentieren den Vorschlag des Weseler FDP-Abgeordneten Bernd Reuther.

Angesicht der aktuellen Zustände am Auesee in Wesel ist es Zeit für ein ehrliches Fazit: Autoschlangen, Parksuchverkehre und starke Vermüllung sind nicht der „sanfte Tourismus“, für den der Niederrhein stehen will. Wesel darf nicht zum Tages-Mallorca des Ruhrgebiets werden. Wenn überall in den Bädern Eintritt genommen wird, warum sollte nicht auch am Auesee kassiert werden dürfen? Der Vorschlag des FDP-Abgeordneten Bernd Reuther sollte deshalb geprüft werden. Dabei muss mitbedacht werden, dass außerhalb der heißen Phase am Auesee deutlich weniger Besucher anzutreffen sind. Eine Eintrittsregelung muss mindestens die eingesetzten Personal- und Sachkosten refinanzieren. Es ist traurig, dass die Gratisnutzung bei manchem Besucher offenbar für eine Egal-Mentalität zu sorgen scheint. Wo kein Eintritt kassiert wird, scheinen für manchen auch keine Regeln zu gelten.

Die Liberalen treten oft für weniger Staat ein. Am Auesee aber scheint das Gegenteil nötig zu sein: Mehr Staat, damit die Regeln besser überwacht werden können.

Sebastian Peters


Wie stehen Sie zum Eintrittsgeld am Auesee? Schreiben Sie an sebastian.peters@rheinische-post.de

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