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Kombibad: Zu teuer für Wesel?

Kommentar : Was will Wesel?

Die Weseler Politik sollte sich einmal genau die ehrliche Frage stellen, ob aus dem Weseler Haushalt auch das Vergnügen anderer Niederrheiner mit finanziert werden sollte.

So weit wie möglich auch ein Spaßbad“, fordert SPD-Fraktionschef Ludger Hovest. Der Wunsch der Weseler Politik, auch einmal im Konzert der Großen mitspielen und den Weseler Bürger ein großes Bad bescheren zu wollen, in allen Ehren: Der Bau einer Vergnügungsschwimmstätte am Rhein ist allerdings nicht ohne Risiko. Bäderbetriebe sind fast immer ein Zuschussgeschäft. Allein die Energiekosten sind ein gewichtiger Faktor. Auch der Personaleinsatz wird bei einem Bad, das auch der Bespaßung dienen soll, nicht gering sein. Bevor also der finale Beschluss gefällt wird, in welcher Form das Bad entsteht, sollten alle Zahlen auf den Tisch. Und es sollte eine klare Definition her, welche Zwecke das Bad erfüllen soll.

Die Weseler Politik sollte sich einmal genau die ehrliche Frage stellen, ob aus dem Weseler Haushalt auch das Vergnügen anderer Niederrheiner mit finanziert werden sollte. In Xanten ist das Nibelungenbad zwar geschlossen worden, man kann von Wesel aber auch nach Bocholt fahren. Und wenn es mal ein spektakulärer Tag werden soll, dann fährt eine Familie auch nach Dorsten.

Was will Wesel? Die Politik sollte jetzt gut zuhören.

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