Klinik will Lehrkrankenhaus für Pflege werden

Wesel : Klinik will Lehrkrankenhaus für Pflege werden

Das Evangelische Krankenhaus möchte Akademisches Lehrkrankenhaus für Pflege werden. Die Verhandlungen laufen bereits.

Das Evangelische Krankenhaus in Wesel plant einen neuen Entwicklungsschritt: „Wir verhandeln gerade mit einer Hochschule, um akademisches Lehrkrankenhaus für Pflege zu werden und hoffen, dass es klappt. Wir haben in Wesel die Möglichkeit, eine qualifizierte Ausbildung und sogar ein duales Studium anzubieten“, sagte Krankenhauschef Rainer Rabsahl am Rande der Feierlichkeiten zum runden Geburtstag des Heimes Kiek in den Busch. Allen Grund zu feiern hatten Mitarbeiter, Bewohner und Besucher der Einrichtung. Die Pflege- und Senioreneinrichtung wurde 50. Los ging es mit einem Festgottesdienst, ihm folgte ein Sektempfang.

„50 Jahre sind eine lange Zeit mit vielen Veränderungen und Herausforderungen, aber vor allem vielen glücklichen Momenten, auf die wir zurückblicken können“, resümierte Einrichtungsleiterin Anke Meurs. „Jetzt ist eine gute Zeit, Danke zu sagen – allen Mitarbeitern, Ehrenamtlichen, Bewohnern und Kooperationspartnern, die uns unterstützen.“

Dort, wo heute das Haus Kiek in den Busch steht, war vor 50 Jahren „ein Kartoffelacker mit einer Kuhwiese“, erinnerte sich Herbert Busch, Vorsitzender des Nutzerbeirates, der jahrelang nur wenige hundert Meter entfernt wohnte. Davon, dass der Bau des Hauses eine hervorragende Idee war, ist auch Bürgermeisterin Ulrike Westkamp überzeugt. Sie erläuterte: „Älterwerden ist nichts für Feiglinge. Wir haben den Anspruch, mit Fitness und Anti-Aging für immer jung zu bleiben, aber irgendwann sind wir auf Hilfe angewiesen – mit Nähe, Würde und guter Pflege.“ Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Evangelischen Krankenhaus GmbH, die die Einrichtung trägt, Dieter Schütte, appellierte an die Anwesenden: „Begegnet alten Menschen mit Achtung und helft ihnen, wo ihr könnt.“

Ein großes Dankeschön sprach der Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhaus GmbH, Rainer Rabsahl, aus: „Das ist ein Job, der viel Herzblut erfordert, aber auch viele Perspektiven eröffnet.“

(M. H.)
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