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Kita St. Antonius in Loikum: Kinder erleben Abenteuer mit Heißluftballon

An der Kita St. Antonius in Loikum : Kinder erleben ein Abenteuer mit Heißluftballon

An der Kita St. Antonius in Loikum waren Ballonfahrer zu Gast. Einrichtungsleiterin Ute Anschlag gehört zu deren Team und hatte das Ereignis initiiert. Die Kinder waren fasziniert. In luftige Höhen ging es aber nicht.

So spannend wie gestern ist ein Tag im Kindergarten wohl selten. Denn um elf Uhr kam abenteuerlicher Besuch auf den Kindergartenvorplatz in Loikum: das Ballonteam Ludmilla Samborskaya mit seinem Heißluftballon. Das Staunen und die Begeisterung waren groß, zumal es viel zu sehen und zu erleben gab. So wurde nicht nur ein Heißluftballon auf- und wieder abgerüstet. Die Kinder durften auch in den Korb, und wer mochte, durfte sogar den Brenner bedienen. Ein imposantes Unterfangen und sehr spannend für die Kinder.

„Leider können wir mit dem Ballon nicht fahren, weil es die Thermik um die Zeit nicht zulässt, und die Kinder wahrscheinlich überfordert wären“, erzählte Ute Anschlag. Die Einrichtungsleiterin der Kita St. Antonius Loikum gehört selbst zum Ballonfahrerteam und machte den Weg frei, einen richtig großen Heißluftballon aus der Nähe zu erleben. Eine solche Gelegenheit ist selten, und das machte sich auch in den Reaktionen bemerkbar. Und an der Sprache: Der Ballonfahrergruß „Glück ab und gut Land“ gehörte zu den Besonderheiten auf dem Kita-Vorplatz am Elsholtweg 6.

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Die Aktion war ein Spektakel, das Kinderaugen glänzen ließ. Das Ballonteam breitete zunächst die Hülle auf dem Schulhof aus. Die Kita-Kinder stellten sich am Rand auf und staunten. So groß ist also ein Ballon im platten Zustand, bevor der dröhnende Generator angeworfen wird und bläst und bläst und bläst. Die Loikumer Kinder hielten sich die Ohren zu, einfach zu laut, diese Maschinerie, aber so spannend, dass ihre Augen unablässig dem sich bis auf 22 Meter Höhe aufblähenden Hohlkörper folgten. Und weil er unten offen ist, lässt er sich auch begehen, ein Stückchen wenigstens und mit aller Vorsicht.

Ein Ballonaufstieg aber war nicht möglich. „Zu windig, deshalb zeigen wir nur, wie es funktioniert, dass sich die Hülle füllt“, sagte Ludmilla Samborskaya. Für sie ist das Aufblasen des riesengroßen Ballons ein gewohntes Handwerk. Viele Ballonfahrten hat sie schon absolviert, und das auch bei großen Ereignissen. Auf ihrer Teamjacke prangt hinten die Aufschrift „Warsteiner Internationale Montgolfiade“. Für sie ist der Luftsport wichtiger Teil des Lebens, und die Faszination möchte sie gerne weitergeben – auch und gerade an die Jüngsten, die sicher zu Hause von einem ereignisreichen Tag berichten werden.

 Die Kinder staunen über die Größe des Gefährts: Bevor der Ballon mit heißer Luft befüllt werden kann, muss er zunächst ausgebreitet werden.
Die Kinder staunen über die Größe des Gefährts: Bevor der Ballon mit heißer Luft befüllt werden kann, muss er zunächst ausgebreitet werden. Foto: Thomas Hesse

Einige können dann auch vom Einstieg in den Fahrerkorb erzählen. Mit einem gewissen Respekt, aber auch diszipliniert warteten die Kleinen, bis sie an der Reihe waren, in den Korb oder in den offenen Ballon zu kommen. „Der ist so riesig“, lautete ein Kommentar. Ein Junge staunte, wie schnell der Spaß vorbei sein konnte, wenn das Gebläse seine luftbringende Tätigkeit unterbrach: „Jetzt fällt der Ballon zusammen.“ Das hatte auch damit zu tun, dass es Ballonchefin Ludmilla Samborskaya zu windig fand, um die Hülle stärker in die Höhe zu bringen.

Die Ballonpilotin und mit ihr die ballonfahrende Kita-Leiterin erlebten dennoch, dass eine solche Aktion sogar im Oktober machbar ist, wenn die Witterungsverhältnisse stimmen. Ute Anschlag freute sich am Ende über das riesige Interesse und den großen Spaß an der Sache. Natürlich ist besagtes imposantes Unterfangen ab sofort ein Teil der Geschichte der Kita St. Antonius Loikum.

Die Kita gehört zu den Kindertageseinrichtungen der Pfarrgemeinde Maria Frieden. Die Einrichtung umfasst drei Gruppen für Kinder im Alter von zwei Jahren bis zur Einschulung und ist wichtiger Teil des Dorflebens.