Schermbeck: Kita erneut "Haus der kleinen Forscher"

Schermbeck: Kita erneut "Haus der kleinen Forscher"

Die Kita "Hand in Hand" wurde erneut zertifiziert, und zwar für die nächsten zwei Jahre. Die Plakette erhielt sie für ihr Projekt "Pitsche Patsche Wasser Matsche", in dem die Kinder unterschiedliche Erfahrungen mit Wasser sammelten.

Die evangelische integrative Kindertageseinrichtung "Hand in Hand" an der Erler Straße in Schermbeck darf sich weitere zwei Jahre lang als ein "Haus der kleinen Forscher" bezeichnen, und zwar als Belohnung für das kontinuierliche Engagement für die Förderung früher Bildung im Bereich der Naturwissenschaften. Überreicht wurde die offizielle Plakette von Wolfgang Kortmann im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Kortmann ist Mitarbeiter des Projektes "Zukunft durch Innovation" (zdi). Das zdi-Zentrum in Kamp-Lintfort ist seit 2012 Partner und damit lokales Netzwerk der Stiftung "Haus der kleinen Forscher".

Die beiden Kita-Mitarbeiter Benjamin Stein und Nicole Wischerhoff übernahmen nach einer entsprechenden Ausbildung die Heranführung der Kinder an naturwissenschaftliche Experimente und zwar so erfolgreich, dass sich die Kita "Hand in Hand" bereits im Januar 2016 als erster der sechs Schermbecker Kindergärten zum ersten Mal als ein "Haus der kleinen Forscher" bezeichnen durfte. Damals drehte sich alles um das Thema Müll. Die erneute Zertifizierung für die nächsten zwei Jahre erhielt die Kindertagesstätte durch ihr Projekt "Pitsche Patsche Wasser Matsche". Begleitet von einem kleinen Regentropfen, erlebten 15 Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren die Welt des Wassers aus den verschiedensten Blickwinkeln.

Fünf Monate lang trafen sich die Kinder mit Benjamin Stein und Nicole Wischerhoff einmal wöchentlich, um unterschiedliche Erfahrungen mit Wasser zu sammeln und sich dabei spielerisch mit verschiedenen Bildungsbereichen auseinanderzusetzen.

Hierbei standen die Fragestellung und die eigene Informationsgewinnung im Vordergrund. "In welche Richtung fließt das Wasser? Welche Kraft hat Wasser? Warum schwimmt Holz, ein Stein aber nicht? Was passiert, wenn sich Wasser staut?" Solchen und ähnlichen Fragen konnten sich die Kinder in forschender Weise annähern. "Wir wollten aber den Kindern in der frühen Phase ihres Lebens vermitteln, dass es sich bei Wasser um ein bedeutsames Element handelt, das uns nicht unbegrenzt zur Verfügung steht", berichtete Nicole Wischerhoff von der Zielsetzung der Projektarbeit. Auch kleinen Kindern kann man bei geeigneter Ansprache deutlich machen, wie man bei der Toilettenspülung, beim Zähneputzen oder beim Duschen Wasser sparen kann und somit dazu beitragen, dass der Wasserverbrauch insgesamt reduziert wird.

Ziel war es außerdem, dem Wasser mit allen Sinnen auf die Spur zu kommen. Benjamin Stein zeigte eine umfangreiche Bilderserie, die zeigte, wie Kinder spielerisch physikalische Eigenschaften erlebten und wie sie sich mit naturwissenschaftlichen Phänomenen auseinandersetzten. "Viele Experimente haben zum logischen Denken angeregt", sagte Benjamin Stein. Solche Experimente hätten den Kindern die Möglichkeit gegeben, nach neuen Lösungen zu suchen.

Die Kinder erweiterten ihr Wissen durch Ausprobieren, durch Gespräche und durch gemeinsame Überlegungen mit der Gruppe. Sehr informativ war für die Kinder auch der Besuch des Wasserwerkes in Haltern. Zum krönenden Abschluss wurde mit ihnen auf dem Außengelände ein Wasser-Matsch-Bereich gebaut.

"Wir sind stolz, euch als Mitarbeiter zu haben", dankte Kita-Leiterin Kirstin Oberst den Erziehern Benjamin Stein und Nicole Wischerhoff für das besondere Engagement bei der kindgemäßen Vermittlung naturwissenschaftlicher Sachverhalte. Die beiden haben inzwischen schon mit dem dritten Forschungsprojekt begonnen, das sich mit dem Thema "Mein Körper" befasst.

(RP)