Hamminkeln/Kreis: Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

Hamminkeln/Kreis : Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

In Hamminkeln wird ein Herbizid gespritzt, auch andere Städte und Gemeinden reagieren.

Wesel (RP) Immer wieder im Frühjahr wird über mehrere Tage der Eichenprozessionsspinner bekämpft. So auch aktuell wieder in Wesel, Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck. In diesen Tagen werden an verschiedenen Stellen in Hamminkeln als präventive Bekämpfung Eichen auf öffentlichen Grundstücken, von denen bei Befall eine Gefahr für den öffentlichen Verkehrsraum ausgehen könnte, gespritzt. "Das geschieht mit einem Herbizid - sonst würde das natürlich auch nicht wirken. Es wird aber von Experten eingesetzt, die entsprechende Schutzmaßnamen beachten - da kann nichts passieren", sagt Thomas Michaelis von der Stadt Hamminkeln.

Teilweise sind Bewohner verunsichert, wenn sie miterleben, wie gespritzt wird. "Wir verwenden biologische Insektizide, sogenannte Biozide, von denen keine maßgebliche Gefahr für Anwohner ausgeht", sagt Thomas Graes vom ASG, dem Eigenbetrieb der Stadt Wesel, der in der Hansestadt die Bekämpfung durchführt. "In den vergangenen vier Jahren haben wir nicht gespritzt, weil der Befall auch stark zurückgegangen war", ergänzt ASG-Baumkontrolleur Helmut Rath. Untätig sei man aber in der Zwischenzeit auch nicht gewesen: "Wir haben jedes Jahr etwa zehn bis 15 Nester abgesaugt", so Rath. In diesem Jahr sei es aber wieder erforderlich, mit dem Gebläse gegen den Eichenprozessionsspinner anzugehen. Von den rund 3000 Eichen im Stadtgebiet würden rund ein Drittel behandelt. Seit vergangener Woche läuft die Bekämpfung, die - je nach Wetter - noch drei weitere Wochen in Anspruch nehmen wird.

Thomas Kreienkamp, Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Schermbeck, erklärt, wie die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Schermbeck geschieht: "Wir haben eine Spezialfirma aus Kalkar beauftragt. Rund 60 Stellen haben wir gemeldet, diese umfassen mehr als 700 Bäume", so Kreienkamp. Vor allem an Schulen, Kindergärten und Kinderspielplätzen werde darauf geachtet, dass keine Personen in der Nähe seien. Doch Sorgen machen müsse sich ohnehin niemand: "Das sind biologisch abbaubare Mittel, die für den Menschen ungefährlich sind." In Hünxe, erklärt Klaus Lehmann vom Tiefbauamt, werden heute 120 Einzelbäume, 550 Straßenmeter und 7000 Quadratmeter Wald vorsorglich von einer Spezialfirma behandelt. Besonders innerorts in der Nähe von Spielplätzen und Schulhöfen werde gegen die Raupe gekämpft.

(RP)
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