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Junges Duo verstärkt Berger-Team in Schermbeck

Aus Schermbecks Geschäftswelt : Junges Duo verstärkt Berger-Team

Das vor 102 Jahren gegründete Schermbecker Einrichtungshaus Berger an der Mittelstraße im Zentrum des Ortes hat jetzt eine Innenarchitektin und einen neuen Werkstattleiter eingestellt.

Die Schermbecker Firma Berger Wohnen an der Mittelstraße hat jetzt zwei neue Mitarbeiter in verantwortungsvollen Positionen eingestellt, die helfen sollen, das vor 102 Jahren gegründete Traditionsunternehmen fit zu machen für die Zukunft.

Zum 15-köpfigen Berger-Team gehört mittlerweile Leon Sühling. Der 23-jährige Tischlermeister leitet jetzt die Werkstatt des Einrichtungshauses.

Sühling kommt aus Schermbeck und absolvierte bei Berger in der Tischlerei ab 2014 eine dreijährige Ausbildung. Im Handwerklichen Bildungszentrum in Moers wurde er von Präsidiumsmitgliedern der Tischlerinnung als zweiter Preisträger im Wettbewerb „Die gute Form“ ausgezeichnet.

Ebenfalls neu im Team ist Innenarchitektin Helen Becker (29). Die gebürtige Schermbeckerin schloss ihr dreijähriges Studium der Innenarchitektur an der Wiesbadener Hochschule Rhein-Main als Bachelor of Arts ab und studierte anschließend vier Monate lang Print, Design und Publishing im südafrikanischen Kapstadt, bevor sie 2015 das Studium der Innenarchitektur an der Hochschule Düsseldorf fortsetzte und 2017 als Master of Arts abschloss. Erfahrungen sammelte sie seitdem unter anderem als Verkaufsberaterin beim Düsseldorfer Möbelproduzenten Bolia und im Düsseldorfer Architektenbüro Vogt & Vogt.

Über die beiden neuen Mitarbeiter freuen sich nicht zuletzt das Inhaberehepaar Henning und Mechthild Berger sowie deren Sohn Kai.

Gegründet wurde das Unternehmen 1918 von Schreinermeister Friedrich Berger im elterlichen Haus. Seine handwerkliche Arbeit führte schnell zum Anstieg der Aufträge. So freute sich Friedrich Berger, dass seine Söhne Friedrich und Heinrich ab 1935 beziehungsweise 1942 ebenfalls eine Schreinerlehre absolvierten. 1947 bestand Friedrich Berger junior die Meisterprüfung als Tischler. Nach der Hochzeit mit Elfriede Grafen begann das Ehepaar ab 1950 im eigenen Ladenlokal im Hause Spickermann mit dem Möbelverkauf.

Zwischen 1950 und 1954 wurde das ehemalige Haus Berger an der Ecke Mittelstraße/Landwehr abgerissen und in zwei Abschnitten wieder aufgebaut. Friedrich Berger senior starb 1956, sein Sohn Heinrich 1960. Ab 1974 lernte Sohn Henning Berger den Beruf des Tischlers. Ab 1978 half er mit, im elterlichen Betrieb den Verkauf zu organisieren.

Das Unternehmen wuchs mit den Jahren: Zusammen mit seiner Frau Mechthild ergänzte Henning Berger den Möbelverkauf ab 1980 um Kunstgewerbeartikel, um Gardinen, Dekorationsstoffe und um Raumbeleuchtungskörper. Ab Mitte der 80er-Jahre kamen Bäder und Küchen hinzu.

1998 wurde die Fassade umgebaut, die Geschäftsräume wurden erweitert. Nach seiner Ausbildung zum Tischler und dem Studium der Architektur begann Kai Berger 2009 im elterlichen Betrieb seinen Vater Henning zu unterstützen.

(hs)