Jana Kruk aus Hannikeln reist für ihr FSJ nach Kirgistan

Hamminkeln : Freiwilliges soziales Jahr in Kirgistan

Die Hamminkelnerin Jana Kruk zieht es für ein Jahr nach Zentralasien. Dort kümmert sie sich um Kinder. Der Lions Club unterstützt die Abiturientin, die am Konrad-Duden-Gymnasium Wesel zur Schule geht.

Erst muss sie jetzt ihr Abitur am Konrad-Duden-Gymnasium in Wesel bauen, dann wartet auf die noch 17-Jährige ein freiwilliges soziales Jahr mit Abenteuerfaktor. Denn Jana Kruk aus Hamminkeln hat sich das zentralasiatische Kirgistan ausgesucht, um in der Hauptstadt Bishkek mit Kindern zu arbeiten. Natürlich will sie das von rauer landschaftlicher Schönheit geprägte Gebirgsland an der Seidenstraße, der alten Handelsroute zwischen China und der Mittelmeerregion, auch erkunden. Sie geht für ein Jahr „weltwärts“, so heißt das Programm der Entwicklungshilfe-Organisation VIA in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Die Teilnahme ist damit verbunden, dass jeder Freiwillige einen Spenderkreis aufbaut, um 25 Prozent oder mindestens 3000 Euro aufzubringen. Der Lions Club Hamminkeln unterstützt sie und übernimmt die Hälfte des Betrages. „Janas sozialer Einsatz ist genau das, was zu den Förderzwecken des Lions Clubs passt. Die Aufgabe, die sie übernimmt, deckt sich vollständig mit dem Lions-Grundsatz ,we serve – wir dienen‘. Wir unterstützen auch gerne den interkulturellen Austausch“, sagte gestern Lions-Präsident Wolfgang Tarrach. Er stellte zusammen mit Clubmaster Robert Graaf sowie Vize-Präsident Theo Büning und Sprecher Wolfgang Hüsken das Projekt und die „mutige junge Frau“ vor.

Jana Kruk selbst ist gespannt auf eine besondere Herausforderung in einem Land, das gemeinhin alles andere als ein Traumziel ist. Warum ausgerechnet Kirgistan, für das auch Kyrgyzstan, Kirgisistan oder Kirgisien gebräuchlich ist? „Das Projekt hat mir zugesagt, ich bin offen für Neues und für Menschen“, sagt sie einfach. Da sie schnell wusste, dass sie nach der Schulzeit ein soziales Jahr machen und wahrscheinlich danach soziale Arbeit studieren will, passte der Auslandsaufenthalt in Asien gut. Sie wolle Erfahrungen in dem islamischen Land sammeln und das fern von westlicher Lebensart. Daran wird es nicht mangeln in der ehemaligen Sowjetrepublik zwischen Kasachstan und China.

Jana Kruk mit Wolfgang Tarrach von den Lions. Die KDG-Schülerin will Erfahrungen in einem islamischen Land sammeln, später will sie soziale Arbeit studieren. Foto: Thomas Hesse

In Bishkek wird sie in der Einrichtung „Ümüt-Nadjeschda“ („Hoffnung“) Kinder und Jugendliche betreuen, die körperlich oder geistig behindert sind. Neben einem Therapiezentrum gibt es einen Kindergarten, eine Schule, Werkstätten und Wohngruppen. Jana Kruk will gut vorbereitet sein, wenn sie Ende August ihre Reise antritt. „Ich lerne fleißig Russisch, neben Kirgisisch die zweite Amtssprache, und mich intensiv mit dem Land beschäftigt“, erzählt sie. Sie weiß, dass es auch eine Reise ins Ungewisse ist. Deshalb ist sie froh, dass „meine Eltern voll hinter mir stehen“. Über ihr Jahr in der Ferne wird sie im Blog janagoeskirgistan@wordpress.com berichten. Nach ihrer Rückkehr freut sich der Lions Club schon auf ihren Vortrag über ein abenteuerliches Jahr.

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