Hamminkeln: Issel: Nächster Schritt zum Zweckverband

Hamminkeln : Issel: Nächster Schritt zum Zweckverband

Nach der Tagung der sogenannten Taskforce zum Hochwasserschutz an der Issel gibt es kleine Fortschritte auf dem Weg zum Zweckverband.

Im Hamminkelner Rathaus vereinbarte man jetzt, eine einheitliche Sitzungsvorlage für die Räte aller Issel-Anrainerkommunen zu erstellen. Ebenso soll es eine Satzung für gemeinsame Ziele und Zuständigkeiten des Hochwasserschutzes geben. Bisher sind Isselverband sowie Unterverbände zuständig, von denen nur zwei den Isselhochwasserschutz in ihrer Satzung verankert haben.

Im Rat informierte Bürgermeister Bernd Romanski die Fraktionen über den Stand der Dinge. "Es besteht Einigkeit über das zu erreichende Ziel eines nachhaltigen Hochwasserschutzes", teilte zudem die Kommunalagentur NRW mit. Sie sitzt in der Moderatorenrolle mit am Tisch.

Verwaltungschef Bernd Romanski betonte, dass es ein nächstes Treffen der Taskforce mit Vertretern von Hamminkeln, Bocholt, Isselburg und Raesfeld sowie des Isselverbandes vor der Sommerpause geben soll. Ergebnisse sollen dann nach den Ferien allen zehn betroffenen Kommunen vorgestellt werden, also auch Vertretern aus Wesel, Schermbeck und Hünxe. Dabei geht es auch um Kosten und Gesellschafteranteile im Zweckverband, die je nach Verlauf der Issel in den kommunalen Gebieten unterschiedlich groß sind.

Das Ingenieurbüro Pro Aqua soll jetzt Untersuchungen über eine sogenannte verursachungs- und interessengerechte Kostenverteilung anstellen. Raesfeld zum Beispiel, so Bürgermeister Bernd Romanski, sei mit zehn Prozent der Fläche am Zweckverband beteiligt, aber wegen der Lage am Oberlauf würden dort keine Maßnahmen umgesetzt. Das soll sich im Beteiligungsmodell widerspiegeln. Deutlich größter Betroffener und Nutznießer des Hochwasserschutzes ist Hamminkeln.

(RP)
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