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Intertoys schließt: Wesel bald ohne Spielwarengeschäft

Wesel : Wesel bald ganz ohne Spielwarenladen

Alle 23 deutschen Filialen mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen sollen spätestens bis zum 31. Januar kommenden Jahres ihren Betrieb einstellen. In Wesel hatte zuvor schon Spielwaren Franck geschlossen. Nur noch im Kaufhof kann man Spielwaren kaufen.

In der Weseler City wird es bald keinen einzigen reinen Spielwarenladen mehr geben. Nachdem das Traditionsgeschäft Spielwaren Franck geschlossen hat, wird nun auch die Spielwarenkette ihre Filiale in Wesel schließen. So hat es das Unternehmen am Mittwoch mitgeteilt. Alle Filialen in Deutschland sollen geschlossen werden. Betroffen seien insgesamt rund 250 Mitarbeiter und Hilfskräfte, deren Jobs gestrichen würden, teilte Sprecher Wim Moerkerk am Mittwoch in Amsterdam mit. Alle 23 deutschen Filialen mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen sollen spätestens bis zum 31. Januar kommenden Jahres ihren Betrieb einstellen. Im Zusammenhang mit der Übergabe der Immobilien könnten einzelne Läden auch schon früher schließen, hieß es. In der Weseler Fußgängerzone sieht man schon „Wir räumen auf“-Schilder. 50 Prozent Rabatt auf ausgewählte Artikel werden versprochen.

Das Unternehmen begründete die Schließungen damit, dass die mit dem Geschäftsbetrieb in Deutschland erzielten Umsätze nicht mehr ausreichten, um den Aufwand und die Kosten zu decken. „Intertoys sieht keine Möglichkeit, dies auf lange Sicht zu verbessern“, hieß es in der Stellungnahme. Die Spielwarenkette, die nach eigenen Angaben Marktführer in den Niederlanden ist, hatte 1996 ihre erste Filiale in Deutschland eröffnet. Die Filialen von Intertoys in Belgien und den Niederlanden sind von den Schließungsplänen nicht betroffen.

Im Frühjahr hatte Spielwaren Franck mitgeteilt, seine Filiale zu schließen. Inzwischen kann man dort nicht mehr einkaufen. Eine Spielwarenabteilung hat noch der Weseler Kaufhof.

(sep/dpa)