Kommentar: Unsere Woche: In Schutzgebieten nicht frei rumlaufen

Kommentar: Unsere Woche : In Schutzgebieten nicht frei rumlaufen

Dass von der RP exklusiv aufgegriffene Thema Anleinpflicht für Hunde in Naturschutzgebieten - Anlass war der Fall von zwei Hunden, die am Bislicher Rheindeich zwei Lämmer einer eingezäunten Herde gerissen hatten - sorgt in den sozialen Netzwerken für heiße Diskussionen. Am Thema Hund scheiden sich nun mal die Geister. Wobei es in diesem Falle eigentlich keine Diskussion geben müsste. Denn sowohl das NRW-Hundegesetz als auch der gesunde Menschenverstand lassen keinen anderen Schluss zu, als dass Hunde in Naturschutzgebieten angeleint werden müssen. Es kann und darf nicht sein, dass Hunde Rehe zum Teil zu Tode hetzen und Bodenbrüter aufscheuchen, nur weil Herrchen und Frauchen ihrem Vierbeiner Auslauf gönnen. Dass manche Hunde ihrem natürlichen Jagdtrieb folgen und fast alle Vierbeiner reichlich Bewegung brauchen, ist unbestritten. Aber dafür gibt es ausgewiesene Flächen. Ganz offensichtlich ist aber vielen Haltern nicht bewusst, ob sie sich in Naturschutzgebieten befinden oder nicht und was sie dort dürfen oder auch nicht. Aufklärungsarbeit tut Not. Die bekannten dreieckigen Naturschutzgebiet-Schilder mit schwebendem Seeadler auf weißem Grund mit dem Hinweis "Hunde müssen angeleint werden" zu versehen, wäre ein erster Schritt. Ein zweiter mehr Kontrollen. Denn nur wenn das Ordnungsamt unbelehrbare Zeitgenossen zur Kasse bittet, spricht sich das schnell - auch in den sozialen Netzwerken - rum.

klaus.nikolei@rheinische-post.de

(RP)
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