Hünxe: Schäfer Maik Dünow und die FDP kritisieren den Nabu-Vorsitzenden Peter Malzbender scharf

Nach Wolfsangriff auf Schafherde : Schäfer Dünow und die FDP kritisieren Nabu-Vorsitzenden

Der Weseler setzt sich gegen den „Problemschäfer“-Vorwurf von Nabu-Chef Peter Malzbender zur Wehr

Der Weseler Berufsschäfer Maik Dünow ist verärgert über die Aussage des Nabu-Kreisvorsitzenden Peter Malzbender, der ihn nach dem Wolfsangriff auf seine Herde in Hünxe als „Problemschäfer“ bezeichnet und den Einruck vermittelt hat, seine Schutzmaßnahmen für die Herde seien unzureichend. „So darf der Mann nicht reden. Er ist überhaupt nicht informiert“, schimpft Dünow. „Ich will keine Schlammschlacht“, betont der Schäfer, der versichert, eigentlich mit den Naturschützern gut zusammenzuarbeiten.

Sein 90 Zentimeter hoher Zaun mit Strom und Flatterband, so Dünow weiter, entspreche dem vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) empfohlenen Grundschutz. Maik Dünow hat die Zahl der geliehenen Herdenschutzhunde mittlerweile auf vier erhöht. Die Hunde hätten beim Angriff versucht, die Schafe zu schützen, ist er überzeugt. Das Problem: Es gibt kaum solche Hunde zu kaufen – und zudem sei die Anschaffung auch ein Kostenfaktor. Er habe noch vier Herden, die nicht durch Hunde geschützt werden könnten.

Vertreter der Organisationen Wiki Wolves und der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe übernehmen derzeit für ein paar Tage die Nachtwache bei den Schafen in der Schwarzen Heide. Auch Maik Dünow versichert, er fahre nachts dreimal raus zu seinen Schafen. Der Nabu müsse sich überlegen, ob ein solcher Kreisvorsitzender an der richtigen Stelle sei.

Scharfe Kritik an den Worten von Malzbender übt auch der Weseler FDP-Bundestagsabgeordnete Bernd Reuther. Er ist am Donnerstag, 24. Januar, 19 Uhr, Gast einer Diskussionsrunde im Dorstener Haus Schult, Gahlener Straße 333, zu dem die Kreis-FDP einlädt. Mit dabei an diesem Abend ist auch Dünow als Vertreter der Kreisjägerschaft und der Kreisbauernschaft.

(rme/P.H.)
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