Hünxe: Ann Kathrin Scholten (19) sorgt mit „Halleluja“ für Gänsehautstimmung

Wesel/Hünxe : Weseler Sängerin siegt in Hünxe

Ann Kathrin Scholten (19) sorgt mit „Halleluja“ für Gänsehautstimmung.

Das Haus der Begegnung an der Dorstener Straße ist gut gefüllt. Zum fünften Mal findet hier der Gesangswettbewerb „Hünxe – Deine Stimme“ statt, bei dem Nachwuchstalente auftreten. „Es haben sich schon im Vorfeld viele Teilnehmer gemeldet und die, die jetzt hier sind, sind spitze“, sagt Doris Listl, die den Gesangswettbewerb mit Thomas Lendzian organisiert.

Sieben junge Talente haben es ins Finale geschafft, dürfen nicht nur vor Publikum, sondern auch vor der Jury, bestehend aus Vocalcoach Angie Damschen, Musikschulleiter Esben Kvist sowie Chorleiter und Sänger Marco Rohde, antreten.

Und die jungen Gesangstalente geben auf der Bühne ihr Bestes, um die drei Juroren von ihrem Talent zu überzeugen. Als einziger männlicher Teilnehmer hat es Chris Frenzer ins Finale geschafft. In den Jahren zuvor hatte sein Bruder Nico in jeder Finalrunde des Gesangswettbewerbs auf der Bühne gestanden, hatte es aber dieses Mal nicht geschafft. „Nico war dafür bekannt, hier immer die Hütte abzureißen. Ich probiere es heute mal ruhiger“, sagt Chris Frenzer und startet mit „Amoi seg ma uns wieder“ von Andreas Gabalier mit einer leisen, gefühlvollen Nummer. Dann legt er mit seinem selbstgetexteten Rapsong „Keine Rücksicht“ los und begeistert damit die drei Jurymitglieder. „Gibt es schon Pläne, dass ihr mal gemeinsam etwas veröffentlicht?“, fragt Jurorin Angie Damschen die beiden Brüder.

Auch die Kandidatinnen überzeugen, begeistern mit gecoverten Nummern und teils mit Eigenkompositionen, die sie selbst auf Instrumenten begleiten. Doch am Ende kann es eben nur eine neue Stimme Hünxes geben und der Titel geht an Ann Kathrin Scholten aus Wesel. Auf der Bühne stimmt die 19-Jährige, die schon einige Auftritte hinter sich hat und seit vier Jahren Musik macht, erst „Piece by Piece“ von Kelly Clarkson an. „Das hätte die auch nicht besser hinbekommen“, kommentiert Angie Damschen. Mit ihrer ganz eigenen Interpretation von Leonard Cohens „Halleluja“, die sie selbst auf der Gitarre begleitet sorgt Ann Kathrin dann für Gänsehaut-Stimmung im Haus der Begegnung und überzeugt die Jury endgültig. „Das Lied ist eigentlich etwas verbraucht, aber das war jetzt wirklich etwas ganz eigenes und einfach toll“, sagt Juror Marco Rohde.

So geht der erste Platz, dotiert mit 500 Euro, an die junge Sängerin, die auch eigene Lieder schreibt. Den zweiten Platz sicherte sich Joelle Güttler, während der dritte Platz an Chris Frenzer ging.

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