Wesel: Hovests Bauverein-Posten: CDU setzt mit Kritik nach

Wesel: Hovests Bauverein-Posten: CDU setzt mit Kritik nach

Hat er nun getrickst mit seinem Bauverein-Mandat oder nicht, der SPD-Fraktionsvorsitzende? Die CDU legte am Freitag nach, nachdem Bauverein-Aktionär (und CDU-Ratsmitglied) Rudi Spelmanns die Berater-Rolle von Ludger Hovest diese Woche in der Vertreterversammlung kritisiert hatte. Hovest hat sich nicht in den Aufsichtsrat wählen lassen, weil er diese Posten im Bündnis mit FDP und Grünen vergeben wollte, ist aber als geladener und mit Extra-Sitzungsgeldern versehener "Berater" bei Aufsichtsratsitzungen ständig anwesend. Das, so argumentiert die CDU, ist laut Aktionärsrecht unzulässig. Berater dürften nur zu besonderen Anlässen und nicht ständig hinzugezogen werden. Politisch zielt dies auf eine vermeintliche Selbstbedienungsmentalität Hovests ab, der SPD-Interessen im Bauverein verankern will. Der SPD-Chef spricht von rechtlich sicherem Verfahren.

Vize-Aufsichtsratvorsitzender Franz Bothen (CDU) schrieb am Freitag an den Bauverein, dass Hovests ständige Teilnahme ein Verstoß gegen das Gesetz sei. Dass zudem im Geschäftsbericht jedes Aufsichtsratsmitglied samt Entschädigungen verzeichnet sei, nicht aber der "Berater", vertrage sich nicht mit dem Transparenz-Kodex. Bothen geht weiter: "Ich beantrage, mir mitzuteilen, wie hoch die an den Gesellschaftervertreter Hovest gezahlten Vergütungen in den Jahren 2010, 2011, 2012 und 2013 waren und ob sich eine Rückzahlung ergibt." Hovest, der im Ruf steht, keine Zusatzeinkunft auszulassen, nannte in der RP die Summe von 140 Euro pro Sitzung.

(RP)
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