Wesel: Hoteliers für Weseler Historie begeistern

Wesel: Hoteliers für Weseler Historie begeistern

Wissen Sie eigentlich, dass der Kaufhof auf geweihtem Boden steht? Oder wie das Marien-Hospital zu seinem Namen kam? Und übrigens: Ferdinand von Schill war selbst nie in Wesel. So manch einer wird auf dem historischen Stadtrundgang durch Wesel gestern was dazugelernt haben. Damit auch Touristen bereits in ihrem Hotel oder ihrer Ferienwohnung über das Angebot informiert werden, lud der Verkehrverein erstmals alle interessierten Hoteliers zu einer Sonderführung ein.

Wissen Sie eigentlich, dass der Kaufhof auf geweihtem Boden steht ? Oder wie das Marien-Hospital zu seinem Namen kam ? Und übrigens: Ferdinand von Schill war selbst nie in Wesel. So manch einer wird auf dem historischen Stadtrundgang durch Wesel gestern was dazugelernt haben. Damit auch Touristen bereits in ihrem Hotel oder ihrer Ferienwohnung über das Angebot informiert werden, lud der Verkehrverein erstmals alle interessierten Hoteliers zu einer Sonderführung ein.

"Sie sind wichtige Kontaktpersonen. Wir informieren Sie heute gut, damit sie das Wissenswerte dann an ihre Gäste weitergeben können", sagte Geschäftsführer Helmut Roehl zu den rund 20 Teilnehmern. Und das ist gut für beide Seiten. "Wir wollen unseren Gästen gerne die richtigen und wesentlichen Informationen bieten und so Appetit machen und die Neugier auf Wesel wecken", erklärte Günter Pomrehn vom Hotel zur Aue. Da lag es nahe, alle Teilnehmer auf eine etwas verkürzte Form des geschichtlichen Rundgangs mitzunehmen.

Die beiden Stadtführerinnen Anneliese Hecheltjen und Gerlinde Tenter hatten sich – trotz Dauersonne – in schwarze Umhänge gehüllt. Sie verkörperten an einzelnen Stationen Personen der Weseler Stadtgeschichte. Der Weg führte ab Stadtinformation vorbei am Marien-Hospital zur Zitadelle und zum Kaufhof. Gespickt wurde die Tour mit vielen geschichtlichen Informationen, die nicht allen gebürtigen Weselern geläufig waren. "Esplanade bedeutet schussfreies Gelände. Zwischen der Zitadelle und der Altstadt war damals alles unbebaut. Nachdem Wesel nach dem Krieg zu 97 Prozent zerstört war, hat man hier Wohnraum geschaffen, da kein Schutt weggeräumt werden musste", erklärte Gerlinde Tenter den Zuhörern.

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Broschüre liegt bereits im Zimmer

Die Stadtführung, die eigentlich zwei Stunden dauert, kam bei den Hoteliers gut an. "Echt super ! Ich habe die Broschüre schon in meinen Ferienzimmern liegen. So können meine Gäste die Strecke auch zu Fuß oder mit dem Rad erkunden", sagte Elke Weil. Denn: Passend zu den Führungen gibt es ein Buch, mit dem sich Interessierte auf eigene Faust auf Zeitreise begeben können. "Hoffentlich haben wir Sie neugierig gemacht ?", fragte Anneliese Hecheltjen. Dem Beifall nach zu urteilen, hat's geklappt.

(RP)
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