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Schermbeck: Höhn besuchte die Grünen-Basis

Schermbeck : Höhn besuchte die Grünen-Basis

Themen waren Massentierhaltung, Fracking und erneuerbare Energien.

"Prima, dass es geklappt hat", freute sich Ulrike Trick, Fraktionsvorsitzende der Schermbecker Grünen über den Besuch der Grünen-Bundespolitikerin Bärbel Höhn. Im Mittelpunkt des Besuchs stand vor allem das Thema Massentierhaltung.

Dass in Üfte ein Maststall entstehen sollte — nach einer erfolgreichen Klage, die Höhn unterstützt hat, ist dieser mittlerweile bekanntlich vom Tisch —, zeigt, wie aktuell das Thema in der Region ist. Höhn spricht von "erheblichen Auswirkungen". Solche Anlagen würden auf der einen Seite dazu führen, dass die Pachtpreise in der Region steigen würden. Auf der anderen Seite gebe es das Medikamenten-Problem. Es würden, so Höhn, immer mehr Antibiotika eingesetzt. Tiere würden der Haltung angepasst, nicht umgekehrt. "Wir müssen zu anderen Haltungsformen kommen", so Höhn. Das Billig-Schnitzel sei nicht folgenlos. Durch Gesetzesänderungen und angepasste Förderstrukturen sollten Änderungen erzielt werden.

Ändern müsse sich aber auch das Verhalten der Verbraucher. Höhn nennt als Beispiel den klassischen Sonntagsbraten als Alternative zum täglichen Billigschnitzel. Gute Rohprodukte seinen gar nicht so teuer. Nötig sei es jedoch, den Spaß am Kochen wieder zu wecken. "Essen muss wieder etwas wert sein", sagte Höhn, die zudem das Problem der Lebensmittelverschwendung ansprach.

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Auch das Thema Fracking sprach die Politikerin an. Durch das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA, über das gerade verhandelt wird, könnte Fracking näher rücken. Denn Energie-Konzerne könnten so die Möglichkeit bekommen, eine Entschädigung für durch politische Entscheidungen entgangene Gewinne einzuklagen. Das könnte dazu führen, dass die Unternehmen fracken dürften, weil keiner die Klagesummen bezahlen kann, sagte Höhn.

Im Bereich der erneuerbaren Energien wie Windkraft und Photovoltaik sprach Höhn von einer "Rückwärtswende". Grund ist die Reform des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), nachdem beispielsweise Windräder, die nicht bis Ende Januar genehmigt wurden, weniger subventioniert würden.

(hüls)