Wesel: Hier soll 2018 kräftig gebaut werden

Wesel: Hier soll 2018 kräftig gebaut werden

Die Nachfrage nach preiswertem Bauland ist groß, das Angebot gering. Doch soll sich das im kommenden Jahr ändern. In Obrighoven, Schepersfeld, Lackhausen, in der Feldmark und in Ginderich entstehen fünf Neubaugebiete.

Die Immobilienpreise in den Metropolen an Rhein und Ruhr steigen seit Jahren. Jungen Familien ist es dort kaum noch möglich, sich ein Eigenheim zu leisten. Also zieht es immer mehr in mittelgroße Städte. So wie nach Wesel, wo Bauland noch vergleichsweise erschwinglich ist und sich im nächsten Jahr an mehreren Stellen die Baukräne drehen. Eine Übersicht über die Neubaugebiete in der Stadt:

Schermbecker Landstraße/Ecke Rosenstraße (Obrighoven) Auf dem gut 10.000 Quadratmeter großen Areal schräg gegenüber des Evangelischen Krankenhauses wird die Deutsche Rheinhaus AG mit Sitz in Köln ab Frühjahr 29 Wohneinheiten errichten. Die Baugenehmigung hat die Stadt nach Auskunft von Stadtplaner Martin Prior bereits erteilt. Der Bauträger geht davon aus, dass die ersten der 29 Reihenhäuser, die zwischen 210.000 Euro (120 Quadratmeter Wohnfläche) und 230.000 Euro (145 Quadratmeter) kosten sollen, Anfang 2019 bezugsfertig sein werden.

Quadenweg/Schepersweg(Schepersfeld) Der Bonner Investor Norbert Lahme will noch in diesem Jahr mit der Erschließung des 18.000 Quadratmeter großen Geländes starten können. Wie berichtet, hatte der Diplom-Ingenieur aus Bonn das seit 2003 verwaiste Grundstück von der Telekom erworben, um es zu entwickeln. Das heißt, dass von ihm beauftragte Firmen Kanäle und Versorgungsleitungen bauen sowie Baustraßen anlegen. Auf dem Gelände sollen zwischen 60 und 80 Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und zwei Mehrfamilienhäuser errichtet werden. Es soll bereits mehrere Interessenten geben.

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Am Schwan (Lackhausen) Vor fast genau einem Jahr gab sich Martin Prior noch optimistisch, dass im Neubaugebiet Am Schwan-Nord in der zweiten Jahreshälfte 2017 mit der Verlegung der Kanäle und der Versorgungsleitungen begonnen werden kann. Doch das ist bekanntlich nicht passiert. Jetzt heißt es, dass mit dem Bau der Infrastruktur wohl nach Ende des ersten Quartals 2018 begonnen werden könne. Ab März sind dann Interessenten, die sich über die Baugrundstücke informieren wollen, bei der Stadt an der richtigen Adresse. Insgesamt sind 70 Doppelhaushälften und freistehende Einfamilienhäuser geplant. Das ehemalige Busdepot der Niag muss weichen.

Feldmark Seit Jahren schon wird in den Fachausschüssen über das mehrere Tausend Quadratmeter große Neubaugebiet Hessenviertel zwischen der Emmericher Straße und der Betuwelinie diskutiert. Dass man in der Sache noch nicht weiter ist, lag an schwierigen Verhandlungen mit Grundstückseigentümern. Doch mittlerweile zeichnet sich eine Lösung für alle Beteiligten ab. "Wir sind auf einem guten Weg", sagt Prior. Läuft alles nach Plan, könnten Ende 2018 die Straßen und Kanäle gebaut werden. "Und vielleicht auch schon der Grundstein für das eine oder andere Haus gelegt werden", hofft er. Bis zu 100 Wohneinheiten könnten am Rande der Feldmark entstehen.

Ginderich Nach zehnjähriger Planungsphase sieht es nun so aus, als könnte im kommenden Jahr mit dem Bau der ersten Häuser des Mehrgenerationen-Wohnparks in Ginderich begonnen werden. Bis Karneval, hofft Investor Joachim Tenhaef, sollen sämtliche Kanäle und Erschließungsstraßen fertig sind. Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird das gut 12.000 Quadratmeter große Areal zwischen Birtener Straße, Schwanenhofstraße und Bergacker bebaut sein. Einen entsprechenden Vertrag hat Tenhaef mit der Stadt abgeschlossen.

(RP)
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