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Wesel: Haus weicht B 58-Umgehung

Wesel : Haus weicht B 58-Umgehung

Die Rheinbrücke ist wieder offen, jetzt konzentriert sich bei dem Großprojekt alles auf den Bau der Umgehungsstraßen. Bei Büderich markiert ein abgerissenes Gebäude den Anschluss der neuen Trasse.

So still wie gestern war es im Baubüro von Straßen NRW seit Tagen nicht. Nach den Bauarbeiten am Weseler Anschluss und der gelungenen Wiederöffnung der Rheinbrücke am Sonntag (RP berichtete) verstummten die Telefone: Der Verkehr läuft reibungslos, also gibt's keine Nachfragen. Jetzt geht es mit Energie an die Büdericher Umgehung. Gestern riss der Bagger an der künftigen Zufahrt zur Alt-B 58 ein großes Mietshaus ab.

Unterdessen gingen Restarbeiten an der Brücke weiter. Ebenso wurden an etlichen Stellen nun die dauerhaften Markierungen aufgetragen, damit die optische Wahrnehmung der neuen Verkehrsführung eindeutig ist. Wie Projektleiter Hans Löckmann sagte, haben sich viele Autofahrer gestern Morgen im Nebel erst mal vorsichtig herangetastet.

Auf der Fahrt von Wesel Richtung Alpen gut sichtbar ist mittlerweile jene Stelle, an der künftig die Büdericher B 58-Umgehung auskommen wird. Ein Schutthaufen in Höhe des Abzweigs nach Wallach markiert den Ort. Hier stand, völlig allein auf weiter Flur, ein Mehrfamilienhaus. Der Bund hatte es gekauft, um mit dem Abriss Platz für die Trasse zu schaffen.

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Brückenbau am Perricher Weg

Wie Löckmann sagte, bestimmen Vorgaben wie Straßenkategorie und Geschwindigkeit die Radien und Neigungen und somit auch den Verlauf einer neuen Trasse. Das Haus auf Rheinberger Gebiet habe daher genau im Weg gelegen. 30 Meter daneben hätte man es auch nicht vor Lärm schützen können, sagte Löckmann.

Sichtbar voran geht es zudem am Perricher Weg nahe der Xantener Straße (L 460). Die Fundamente der Brücke, die den Perricher Weg über die neue B 54 führt, sind fertig. Für zwei weitere Brücken, Gindericher Straße und Breite Wardtley, sind die Aufträge erteilt. Für ein Bauwerk im Meerfeld liegen die Angebote vor. Dies gilt auch für den Straßenbau, der kurz vor der Vergabe steht und Anfang 2011 beginnt. Ende 2012 soll die Umgehung fertig sein.

Südumgehung vor Verfahrensstart

Wechsel auf die rechte Rheinseite zur Südumgehung über den Fusternberg: Laut Löckmann liegen die Vorarbeiten für das Planfeststellungsverfahren "in den letzten Zügen". Es soll Anfang 2011 gestartet werden.

Unter optimalen Bedingungen könnte mit dem Bau begonnen werden, wenn die Büdericher Umgehung fertig ist. Dies aber, so Hans Löckmann, hänge davon ab, wie die Einwendungen ausfallen und ob Geld da ist (siehe Info). Dass die Südumgehung kommt, steht für ihn außer Frage: "Sonst funktioniert das hier ja alles nicht."

(RP)